Letzte Änderung : 12.10.2026 14:55:12   


Output

Code: 316350
Module title: Perceptual and Cognitive Development and Education
Version: 1.0 (09/2025)
Last update: 24.10.2025 10:18:55
Person responsible for content: Prof. Dr. phil. Tollkühn, Steffi
S.Tollkuehn@hszg.de

Offered in:Childhood Education (B.A.) valid from class 2026 (compulsory module)

Semester according to timetable: SoSe (summer semester)
Module level:Bachelor
Duration:1 semester
Language of Instruction:German
Place where the module will be offered:Görlitz

ECTS Credits: 10
Student workload (in hours): 300

Number of hours of teaching:
total
subdivided into
6
0
Lecture
4
Seminar/Exercise
2
Laboratory work
0
Other
Self study time (in hours):
sum
subdivided into
233
53
Preparation of contact hours
60
Preparation of exam
120
Other

Learning and teaching methods:- Entwicklung von Wahrnehmung und Kognition (Seminar, 2 SWS)
- Vorläuferfähigkeiten für das Lesen- und Schreibenlernen (Seminar, 1 SWS)
- Pränumerik (Seminar, 1 SWS)
- Gestaltung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen der Wahrnehmung und Kognition, Praxisreflexion (Praxisübung, 2 SWS; 3 Gruppen)
Semesterbegleitendes Praktikum (mind. 7,5 Tage = 60h)

Die Auseinandersetzung mit den Modulinhalten kann in studiengangsübergreifenden Lehrveranstaltungen, ebenso wie in Form von Fachexkursionen, Hospitationen, Teilnahme an externen Veranstaltungen oder Projektarbeiten erfolgen.
Further information: Die Art der modulabschließenden Prüfung soll im Wechsel zur Art der modulabschließenden Prüfung in Modul 13 (Soziale und emotionale Entwicklung und Bildung) festgelegt werden, so dass in einem der beiden Module 13 und 14 einmal PB und einmal PM erbracht wird.


Exam(s)
Assessments Major oral exam 20 min 100.0%
Major examination (written report)
 - 
0.0%



Syllabus plan/Content: - Grundlagen der Bezugswissenschaften, deren Theorien und Forschungsperspektiven in den Funktionsbereichen von Kognition, Theoriebegriffe und Erklärungsansätze zum Verständnis von kognitiven Kompetenzen, "Intelligenz", "Denken", "Wahrnehmung";
- Verlauf der Wahrnehmungs- und Kognitionsentwicklung, Wahrnehmungsprozesse und deren Grundprinzipien, kognitive Entwicklung als Veränderung kognitiver Strukturen (klassische und moderne Ansätze), als Wissensentwicklung und als Entwicklung der Informationsverarbeitung (Gedächtnis, Denken und Problemlösen im Kindesalter);
- Bedeutung der Wahrnehmungs- und Kognitionsentwicklung für die Persönlichkeitsentwicklung, Ursachen und Erscheinungsbilder umschriebener Beeinträchtigungen und Störungen der Wahrnehmung und Kognition;
- Maßnahmen und Methoden zur Gestaltung und Förderung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen der Wahrnehmung und der Kognition;
- diagnostische Verfahren und Methoden der Beurteilung von Fähigkeiten im Bereich von Wahrnehmung und Kognition;
- Vorläuferfähigkeiten, Entwicklung und Grundlagen des Schriftspracherwerbs: visuelle und auditiv-phonologische Wahrnehmungsverarbeitung, Modelle des zeitlichen Verlaufs des Schriftspracherwerbs;
- mathematische Bildung: zentrale Ideen der Mathematik und mathematikdidaktisches Grundlagenwissen, Entwicklung mathematischen Denkens im Zusammenhang mit mathematischen Kompetenzen im Kindesalter.

Alle spezifischen Modulinhalte werden unter inklusionspädagogischen und diversitätssensiblen Aspekten sowie in Bezug auf einschlägige rechtliche Bedingungen und kooperative Bezüge, insbesondere der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, erarbeitet und betrachtet.

Semesterbegleitendes Praktikum* (min. 7,5 Tage = 60 Stunden) und Praxisreflexion (P):
Tätigkeit in einer geeigneten Praktikumseinrichtung mit dem Ziel, theoretisches Wissen zu vertiefen und zur selbständigen beruflichen Tätigkeit im Arbeitsfeld der Kindheitspädagogik zu befähigen; hier mit dem Schwerpunkt der Gestaltung kognitiver Entwicklung und Bildung von Kindern, dabei:
- Anwendung von pädagogischen Methoden zur Gestaltung von Bildungsarbeit im Bereich der kognitiven Entwicklung unter Berücksichtigung individueller kindlicher Entwicklungsstände und spielerischen Lernmöglichkeiten;
- begründete Erarbeitung und Durchführung kind- und gruppenbezogener Maßnahmen zur kognitiven Förderung, kognitiv bildende Alltags-, Raum-, Umgebungs- und Organisationsgestaltung;
- kontinuierliche differenzierte Reflexion, Konstruktion, Dekonstruktion und Rekonstruktion der praktischen Arbeit in Verbindung mit vermitteltem Wissen;
- systematische Dokumentation, Diskussion und Reflexion des Verlaufes und der Ergebnisse.

* Die Geeignetheit von Praktikumseinrichtungen und der dortigen Anleitung regelt die SächsSozAnerkVO in aktueller Fassung und muss durch die praktikumsbeauftragte Person des Studienganges vor Beginn des Praktikums bestätigt werden.

Learning Goals
Subject-specific skills and competences: Wissenskompetenzen: Die Studierenden kennen Theorien, Grundlagen der Bezugswissenschaften und den zeitlichen Verlauf der kognitiven Entwicklung und Wahrnehmungsentwicklung so-wie seine Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. Sie sind befähigt, wahrnehmungsbezogene und kognitive Entwicklungsprozesse zu beurteilen und zu fördern. Sie erwerben eine Vielfalt von Methoden und Maßnahmen zur qualifizierten Gestaltung von Bildungsarbeit im Be-reich der Wahrnehmung und Kognition. Die Studierenden kennen Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Intervention und Förderung und sind in der Lage, entsprechend notwendige interdisziplinäre Kooperationen zu initiieren.
Anwendungskompetenzen: Die Studierenden sind mit Verfahren und Methoden der Diagnostik und Dokumentation von kognitiven Fähigkeiten vertraut und können diese selbständig angemessen einsetzen und auswerten. Auf der Grundlage der individuellen Entwicklungsstände und Ressourcen von Kindern sind sie in der Lage, angemessene und vielfältige pädagogische Maßnahmen und Methoden expliziter, impliziter sowie alltagsintegrierter Bildungsgestaltung begründet zu planen, umzusetzen und kritisch zu reflektieren.
Soziale und persönliche Kompetenzen: Die Studierenden nehmen ihre professionelle Verantwortung für die kognitive Entwicklung des Kindes wahr, indem sie im pädagogischen Team, mit Eltern und interdisziplinären Kooperationspartnern Beobachtungen, erzieherische Situationen und diagnostische Ergebnisse angemessen argumentativ darstellen, erörtern und diskutieren sowie individuell beratend agieren.
Generic competences (Personal and key skills): Insbesondere die sozialen und persönlichen Kompetenzen, wie kommunikative und kooperative, kritisches Reflexionsvermögen und die Wahrnehmung von Verantwortung für sich und andere sind fachunabhängig wichtige Merkmale einer Persönlichkeit. Ebenso sind kritisch-fundierte Meinungsbildung, Toleranz und Transferfähigkeit als wertvolle Beiträge zur fachunabhängigen Entwicklung der Identität und Handlungsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft zu betrachten.

Prerequisites: keine
Optional: erfolgreicher Abschluss aller Module der vorherigen Fachsemester.

Literature: wird aktuell im Rahmen der Lehrveranstaltungen bekanntgegeben.