
| Code: | 314400 |
| Module title: | action-competence in social work |
| Version: | 1.0 (09/2025) |
| Last update: | 30.10.2025 08:06:16 | Person responsible for content: | Prof. Dr. phil. Hille, Michel Constantin mc.hille@hszg.de |
Prof. Dr. phil. Schulze, Mandy Mandy.Schulze@hszg.de | |
Lasner-Tietze, Cordula Cordula.Lasner-Tietze@hszg.de | |
| Offered in: | Social Work (B.A.) valid from class 2026 |
| Semester according to timetable: | SoSe (summer semester) |
| Module level: | Bachelor |
| Duration: | 1 semester |
| Language of Instruction: | German |
| Place where the module will be offered: | Görlitz |
| ECTS Credits: | 10 |
| Student workload (in hours): | 300 |
| Number of hours of teaching: | |||||||
Lecture |
Seminar/Exercise |
Laboratory work |
Other |
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| Self study time (in hours): | |||||||
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| Learning and teaching methods: | 1. Lebensweltorientierung (S, 2-stündig) 2. Kasuistisches Arbeiten oder Führen und Leiten (S, 2-stündig) 3. Projektentwicklung mit Methodendiskussion (Ü, 4-stündig) |
| Further information: | Die Auseinandersetzung mit den Modulinhalten kann ebenso in Form von verpflichtenden Fachexkursionen, Hospitationen, Teilnahme an externen Veranstaltungen oder Projektarbeiten erfolgen. Die Lehrveranstaltungen Kasuistisches Arbeiten und Führen und Leiten sind wahlobligatorische Lehrveranstaltungen gem. § 23 Abs. 3 PO. Die Lehrveranstaltung Projektentwicklung mit Methodendiskussion beinhaltet Wahlpflichtanteile gem. § 23 Abs. 2 PO. Die modulabschließende Prüfungsleistung erfolgt als alternative Prüfungsleistung in Gestalt einer Posterpräsentation (PO). |
| Exam(s) | |||
| Assessment | Major exam (seminar paper/poster presentation) | 25 min | 100.0% |
| Syllabus plan/Content: | 1. Lebensweltorientierung • Einführung zu Wissenschafts- und Gesellschaftstheorien zur Lebensweltorientierung im Kontext angewandter Sozialer Arbeit; • Entstehungsvariablen von Lebenswelten und Lebensrealitäten aus der Perspektive angewandter Sozialarbeitswissenschaft; • Grundlagen des Konzepts Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch; • Ziele lebensweltorientierter Sozialer Arbeit sowie Struktur- und Handlungsmaxime mit weiterführender Methodendiskussion; • Konzept der Lebensweltorientierung aus der Anwendungsperspektive der Lebensalter; • Paradigmen zu Gewordenheit und Alltagsrealität: Lebensweltorientierung aus der Perspektive biographischer Alltags- und Handlungsfähigkeit; • Auseinandersetzung mit Grundlagen der Milieubildung. 2. Kasuistisches Arbeiten oder Führen/ Leiten Kasuistisches Arbeiten: • Grundlagenvertiefung zur Komplexitätsreduktion in der Fallarbeit angewandter Sozialarbeit und Sozialpädagogik; • Grundelemente des hermeneutisches Fallverstehens und der Fallreflexivität; • Handlungsnöte und Selbstkonzeptionalisierungen von Adressat*innengruppen; • Grundlagen der Lebensweltorientierung, Milieubildung und Biographiearbeit; • Einzelfall als Index spezifischer Umweltkonfigurationen; • Kontextualisierungen zur (a) Personalität, (b) Lebensweltlichkeit, (c) Sozialstruktur und (d) Ökologie mit Kausalkettenanalyse; • Möglichkeiten und Grenzen professioneller Beziehungsarbeit; • zugewandte Distanz in der Fallarbeit; • kasuistisches Arbeiten aus der Handlungsperspektive der Verweisberatung. oder Führen/ Leiten: • Führen und Leiten in sozialen Organisationen unter Betrachtung professioneller Instrumente und Grundlagen des Sozialmanagements in Bezug auf Führungsstile, Führungsfunktionen und -methoden; • kollektive Leitwerte und Wertschöpfungsformen, Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams, Steuerung meinungs- und strukturbildender Prozesse; • Strukturierung und Organisation von Arbeitsaufgaben, Personalmanagement; • Fachliche und sozialräumliche Vernetzung, Aufbau und Nutzung nterdisziplinärer Kooperationen, Zusammenarbeit mit Trägerschaften. 3. Projektentwicklung mit Methodendiskussion Projektentwicklung • zentrale Paradigmen von Projektentwicklung und Projektdurchführung in der Sozialen Arbeit; • Entwicklung, forschende Bearbeitung und Evaluation einer Projektaufgabe unter einer übergeordneten Projektidee angewandter Sozialer Arbeit; • spezifische Praxisphänomenen innerhalb eines Arbeitsfeldes bzw. einer formulierten Projektaufgabe; • spezifische projektgebundener Fachpositionierungen im Kontext beforschter Praxisphänomene; • evaluierend-ergebnissichernder Methoden in disziplinärer und interdisziplinärer Berichterstattung zur Projektarbeit; • weiterführende Arbeits- und Forschungsfragestellungen Methodendiskussion • Projektgebundene Erprobung und Evaluierung spezifischer Methoden angewandter Sozialwissenschaften zur Ergebnisgenerierung; • Projektgebundene Erprobung und Evaluierung spezifischer Auswertungsmethoden angewandter Sozialwissenschaften zur Abstraktion von Forschungsergebnissen; • Methoden des Wissenstransfers. |
| Learning Goals | |
| Subject-specific skills and competences: | Nach dem Absolvieren des Moduls können Studierende • Lebenslagen/ Daseinsrealitäten skizzieren, • Lebensweltorientierung als zentraler Ansatz angewandter Sozialarbeit und Sozialpädagogik identifizieren, • Einzelfallemergenz reflektieren und kontextualisieren, • biopsychosozialer Lebens- und Bewältigungslagen sowie Praxisphänomene im Zusammenhang der Projektentwicklung einordnen und darstellen, • lebensweltliche Phänomene im Auftrag einer Menschenrechtsprofession abstrahieren, • Praxis- bzw. Lebensrealitäten sowie Organisationalität beschreiben und kontextualisieren, • Organisationsentwicklungs- und Transformationsprozessen in Praxen angewandter Sozialarbeit und Sozialpädagogik mitgestalten, • biographisches Arbeiten anwenden, • das Zusammenwirken von Mensch und Organisation erkennen, • Faktoren von Macht und Herrschaft aber auch von Freiheit und Verantwortung einordnen. |
| Generic competences (Personal and key skills): | Nach dem Absolvieren des Moduls können Studierende • zwischen höchstpersönlichen Motiven/ Bedarfen und fachgebunden- beruflichem Auftrag differenzieren, • Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession beschreiben, • anwaltliche Position im Sinne der Adressat*innen anwenden. Studierende haben • die Fähigkeit zur Empathie und Diversifikation entwickelt, • Kooperations-/ Teamfähigkeit erprobt, • Zeit-/ Priorisierungsmanagement getestet, • eigene Psychohygiene mit Stressbewältigungs- und Selbstmanagement-/ Selbstführungskompetenzen erkannt, • Problem- und Konfliktlösungsfähigkeit erlangt, • Positionierungsmut und Entscheidungsfähigkeit entdeckt, • Relationalität im Einsatz von Motivation, Engagement und Kreativität herausgestellt, • kommunikative und kooperative Kompetenzen sowie kritisches Reflexionsvermögen erlangt. |
| Prerequisites: | keine |
| Optional: | erfolgreicher Abschluss aller Vormodule |
| Literature: | Grillitsch, Waltraud & Sagmeister, Monika (2021): Projektmanagement in Organisationen der Sozialwirtschaft. Eine Einführung. Springer VS. Grundwald, Klaus & Thiersch, Hans (Hrsg.) (2016): Praxishandbuch Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Handlungszugänge und Methoden in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Beltz. Heiner, Maja (2016): Kompetent handeln in der Sozialen Arbeit. München: Verlag Ernst Reinhardt. Hollenstein, Lea; Kunz, Regula et al. (Hrsg.) (2019): Kasuistik in der Sozialen Arbeit. An Fällen lernen in Praxis und Hochschule. Leverkusen & Opladen: Verlag Barbara Budrich. Michel-Schwarze, Brigitta (Hrsg.) (2012): Methodenbuch Soziale Arbeit. Basiswissen für die Praxis. Wiesbaden: VS-verlag für Sozialwissenschaften. Müller, Burkhard (2017): Sozialpädagogisches Können: Ein Lehrbuch zur multiperspektivischen Fallarbeit. Freiburg im Breisgau: Lambertus-Verlag. Ostertag, Margit & Bayer, Michael (Hrsg.) (2022): Themenzentrierte Interaktion (TZI) im Gespräch. Gesellschaft mitgestalten. Göttingen: Verlag Vanderhoeck & Ruprecht. Preis, Wolfgang (1998). Vom Projektstudium zum Projektmanagement. Ein Werkzeugkasten für Theorie und Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus-Verlag. Thiersch, Hans (2020): Lebensweltorientierte Soziale Arbeit - revisited. Weinheim und München: Verlag Beltz-Juventa. Weitere Literatur wird in den Lehrveranstaltungen bekanntgegeben. |