
| Studiengänge >> Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) 2025 B.A. >> Praxisprojekt: Grundlagen strategische Analyse |
| Code: | 303100 |
| Modul: | Praxisprojekt: Grundlagen strategische Analyse |
| Module title: | Practical Project: Basics of Stategic Analysis |
| Version: | 1.0 (06/2024) |
| letzte Änderung: | 30.07.2026 |
| Modulverantwortliche/r: | Dipl.-Kffr. Langschwager, Solvig S.Langschwager@hszg.de |
| angeboten im Studiengang: | Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul) |
| Modul läuft im: | SoSe (Sommersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Status: | Pflichtmodul |
| Lehrort: | Österreich |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Workload* in | SWS ** | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zeit- std. | ECTS- Pkte |
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| * | Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden) |
| ** | eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche |
| Selbststudienzeit in h | ||||
Vor- und Nachbereitung LV |
Vorbereitung Prüfung |
Sonstiges |
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| Lehr- und Lernformen: | • ein einführender Projekt- und Methodenworkshop, • individuelle oder kleingruppenbezogene Projektarbeit, • regelmäßige Konsultationen und Meilensteingespräche, • Zusammenarbeit mit einem Tourismusunternehmen, einer Destination oder einer tourismusnahen Organisation, • Literatur-, Daten- und Dokumentenanalysen, • qualitative und quantitative Erhebungen in angemessenem Umfang, |
| Hinweise: | Der Workload von 20 Stunden "Sonstiges" betrifft individuelle Konsultationen bei der Erstellung des Praxisprojektes. |
| Prüfung(en) | |||
| Prüfung | Prüfungsleistung als Beleg (PB) | 100.0% | |
| Lerninhalt: |
1. Projektdefinition und Praxisbezug • Auswahl eines Tourismusunternehmens, einer Destination oder einer tourismusnahen Organisation • Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands • Beschreibung des praktischen Handlungsproblems • Formulierung von Forschungsfrage, Zielsetzung und Erkenntnisinteresse • Klärung des Projektauftrags mit Praxispartnern • Festlegung von Umfang, Ergebnissen und Rahmenbedingungen 2. Projekt- und Forschungsplanung • Aufbau eines wissenschaftlich fundierten Praxisprojekts • Projektstruktur-, Termin- und Meilensteinplanung • Ressourcen- und Informationsbedarf • Auswahl geeigneter Methoden • Risiken, Abhängigkeiten und zeitliche Reserven • Dokumentation des Projektfortschritts 3. Informationsbeschaffung und Methodik • systematische Literatur- und Datenrecherche • Bewertung der Aktualität, Qualität und Interessenbindung von Quellen • Analyse von Strategien, Geschäftsberichten, Statistiken und Marktdaten • Interviews, Befragungen und Beobachtungen in grundlegender Form • Nutzung betrieblicher Daten unter Beachtung von Vertraulichkeit und Datenschutz • qualitative und quantitative Datenauswertung • Grenzen der Datenbasis und methodische Limitationen 4. Analyse des Untersuchungsobjekts • Leistungsangebot und touristisches Wertversprechen • Zielgruppen und Kundenbedürfnisse • Geschäfts- und Erlösmodell • Ressourcen und Kompetenzen • Aufbau- und Ablauforganisation • Kosten-, Qualitäts- und Leistungsstrukturen • digitale Systeme und Geschäftsprozesse • Personal, Kooperationen und Netzwerke • wirtschaftliche, soziale und ökologische Stärken und Schwächen 5. Umfeldanalyse • politische Einflussfaktoren • wirtschaftliche und konjunkturelle Rahmenbedingungen • gesellschaftliche und demografische Entwicklungen • technologische Veränderungen und künstliche Intelligenz • ökologische Entwicklungen und Klimarisiken • rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen • Durchführung und Bewertung einer PESTEL-Analyse • Identifikation relevanter Chancen und Risiken 6. Markt-, Nachfrage- und Wettbewerbsanalyse • Marktdefinition und Marktsegmentierung • Marktvolumen, Marktpotenzial und Marktentwicklung • touristische Nachfrage und veränderte Gästebedürfnisse • Analyse direkter und indirekter Wettbewerber • strategische Gruppen und Substitutionsangebote • Preis-, Qualitäts-, Service- und Innovationswettbewerb • Benchmarking touristischer Unternehmen und Destinationen • digitale Plattformen und neue Marktteilnehmer • Ableitung zentraler Erfolgsfaktoren 7. Stakeholder- und Wertschöpfungsanalyse • Identifikation interner und externer Stakeholder • Interessen, Einfluss und Erwartungen • Gäste, Beschäftigte, Eigentümer und Kooperationspartner • Tourismusorganisationen, Kommunen und Bevölkerung • Leistungsketten und touristische Netzwerke • regionale Wertschöpfung • Abhängigkeiten und Konfliktpotenziale • Gestaltung von Beteiligungs- und Kooperationsprozessen 8. Strategische Analyse und SWOT • Zusammenführung interner und externer Analyseergebnisse • Trennung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken • Gewichtung nach Relevanz und Beeinflussbarkeit • Erstellung einer nachvollziehbaren SWOT-Matrix • Entwicklung von SO-, WO-, ST- und WT-Strategien mittels TOWS-Matrix • Vermeidung rein beschreibender oder unverbundener SWOT-Listen • Priorisierung strategischer Problemfelder 9. Entwicklung strategischer Optionen • Wachstums-, Konsolidierungs-, Kooperations- und Rückzugsoptionen • Positionierungs- und Differenzierungsstrategien • Produkt-, Service- und Geschäftsmodellinnovationen • Digitalisierung und Prozessinnovation • Zielgruppen- und Marktentwicklung • Qualitäts- und Kundenbindungsstrategien • nachhaltige und resiliente Geschäftsmodelle • Entwicklung mehrerer realistischer Handlungsalternativen 10. Bewertung der Handlungsalternativen • strategische Passung • Marktrelevanz und Kundennutzen • wirtschaftliche Tragfähigkeit • Ressourcen- und Kompetenzbedarf • technische und organisatorische Umsetzbarkeit • ökologische und soziale Wirkungen • Risiken und Unsicherheiten • Akzeptanz durch zentrale Stakeholder • gewichtete Kriterien- oder Nutzwertanalyse • begründete Auswahl einer Vorzugsoption 11. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Resilienz • Integration ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien • regionale Wertschöpfung und Beschäftigungswirkungen • Energie-, Mobilitäts- und Ressourcenfragen • Klimaanpassung und Krisenfestigkeit • digitale Geschäftsprozesse und Plattformabhängigkeit • Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz • Datenschutz und Informationssicherheit • Barrierefreiheit und Inklusion • Zielkonflikte zwischen Wirtschaftlichkeit und Verantwortung 12. Implementierung und Erfolgskontrolle • Operationalisierung der strategischen Empfehlung • Maßnahmen-, Termin- und Ressourcenplanung • Verantwortlichkeiten und Kooperationspartner • Budget- und Finanzierungsüberlegungen in grundlegender Form • Veränderungs- und Kommunikationsbedarf • Risiken und Gegenmaßnahmen • Entwicklung geeigneter Kennzahlen • Meilensteine, Soll-Ist-Vergleiche und Monitoring • Voraussetzungen für eine nachhaltige Verstetigung 13. Wissenschaftliche Dokumentation und Reflexion • Aufbau einer wissenschaftlichen Projektarbeit • transparente Darstellung von Methoden und Daten • Trennung von Ergebnissen, Interpretation und Empfehlung • korrekte Quellenarbeit und Zitierweise • Visualisierung von Analysen und Ergebnissen • kritische Reflexion der Daten- und Methodengrenzen • Bewertung der eigenen Vorgehensweise • Offenlegung und Kontrolle des Einsatzes generativer KI |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, • Aufgaben und Phasen eines strategischen Praxisprojekts zu beschreiben und zu erläutern – Verstehen, • ein tourismuswirtschaftliches Problem zu identifizieren und sachgerecht einzugrenzen – Analysieren, • eine bearbeitbare Forschungsfrage und Zielsetzung zu formulieren – Anwenden/Erschaffen, • einen Forschungs- und Projektprozess eigenständig zu planen und zu strukturieren – Erschaffen, • geeignete wissenschaftliche und betriebliche Informationsquellen zu recherchieren – Anwenden, • Quellen und Daten hinsichtlich Aktualität, Qualität und Verlässlichkeit zu bewerten – Bewerten, • eine zur Problemstellung passende Untersuchungsmethodik auszuwählen und zu begründen – Bewerten, • qualitative und quantitative Daten in angemessenem Umfang zu erheben und aufzubereiten – Anwenden, • die Ausgangssituation eines Tourismusunternehmens oder einer Destination systematisch zu analysieren – Analysieren, • Ressourcen, Kompetenzen, Geschäftsprozesse und Wertangebote zu untersuchen – Analysieren, • eine tourismusbezogene PESTEL-Analyse zu erstellen – Anwenden/Analysieren, • Markt-, Nachfrage- und Wettbewerbsbedingungen zu analysieren – Analysieren, • touristische Wettbewerber anhand geeigneter Kriterien zu vergleichen – Analysieren, • relevante Stakeholder und deren Interessen zu identifizieren und einzuordnen – Analysieren, • touristische Wertschöpfungs- und Kooperationsstrukturen zu untersuchen – Analysieren, • interne und externe Analyseergebnisse in einer SWOT- beziehungsweise TOWS-Matrix zu verdichten – Analysieren, • aus der strategischen Analyse mehrere Handlungsalternativen zu entwickeln – Erschaffen, • strategische Optionen anhand wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und technologischer Kriterien zu bewerten – Bewerten, • Chancen und Risiken digitaler und KI-gestützter Lösungen zu beurteilen – Bewerten, • Nachhaltigkeits- und Resilienzanforderungen in strategische Entscheidungen zu integrieren – Anwenden, • eine begründete strategische Empfehlung für das Untersuchungsobjekt zu entwickeln – Erschaffen, • einen realistischen Implementierungs-, Maßnahmen- und Kontrollplan zu erstellen – Erschaffen, • geeignete Erfolgskennzahlen und Frühindikatoren zu definieren – Erschaffen, • die Aussagekraft und Grenzen der eigenen Untersuchung kritisch zu beurteilen – Bewerten, • die Projektergebnisse wissenschaftlich nachvollziehbar zu dokumentieren und zu begründen – Erschaffen/Bewerten. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, • komplexe praktische Problemstellungen systematisch zu strukturieren – Analysieren, • wissenschaftliches Wissen auf betriebliche und destinationsbezogene Situationen zu übertragen – Anwenden, • Wichtiges von weniger relevanten Informationen zu unterscheiden – Analysieren, • quantitative und qualitative Informationen miteinander zu verknüpfen – Analysieren, • eigenverantwortlich Ziele, Aufgaben und Termine zu planen – Anwenden, • Arbeitsfortschritte zu überwachen und bei Abweichungen angemessen zu reagieren – Anwenden/Bewerten, • mit Unsicherheit, unvollständigen Daten und Veränderungen konstruktiv umzugehen – Bewerten, • kreative und zugleich umsetzbare Problemlösungen zu entwickeln – Erschaffen, • unterschiedliche Perspektiven von Gästen, Unternehmen, Beschäftigten und Regionen zu berücksichtigen – Analysieren, • mit Praxispartnern professionell und adressatengerecht zu kommunizieren – Anwenden, • Feedback einzuholen, zu bewerten und produktiv zu verarbeiten – Anwenden/Bewerten, • vertrauliche Unternehmens- und Personendaten verantwortungsvoll zu behandeln – Anwenden/Bewerten, • digitale Recherche-, Analyse- und Projektwerkzeuge zielgerichtet zu nutzen – Anwenden, • KI-generierte Inhalte kritisch auf Richtigkeit, Plausibilität und Verzerrungen zu prüfen – Bewerten, • ethische, soziale und ökologische Folgen strategischer Empfehlungen zu reflektieren – Bewerten, • eigene Entscheidungen und methodische Grenzen transparent zu kommunizieren – Bewerten, • Belastungs- und Krisensituationen im Projektverlauf lösungsorientiert zu bewältigen – Anwenden, • den eigenen Lern- und Arbeitsprozess kritisch zu reflektieren – Bewerten. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | • erfolgreicher Abschluss des Moduls Wissenschaftliches Arbeiten und Methodik, • Grundlagen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, • Grundlagen der Tourismusökonomie und Tourismuswirtschaft, • Grundlagen des Tourismusmarketings, • grundlegende Kenntnisse des strategischen Managements, • grundlegende Kenntnisse in Accounting und Controlling, • grundlegende Kenntnisse qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden, • Fähigkeit zum Lesen und Interpretieren von Tabellen, Diagrammen und Kennzahlen, • Kenntnisse eines Tabellenkalkulations-, Literaturverwaltungs- und Präsentationsprogramms |
| Literatur: | Strategisches Management • Welge, M. K.; Al-Laham, A.; Eulerich, M. (2024): Strategisches Management. Grundlagen – Prozess – Implementierung. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer Gabler, Wiesbaden. • Corsten, H.; Corsten, M.; Müller-Seitz, G. (2023): Grundlagen des strategischen Managements. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Vahlen, München. • Evans, N. G. (2024): Strategic Management for Tourism, Hospitality and Events. 4th Edition, Routledge, London/New York. Tourismuswirtschaftliche Grundlagen • Kolbeck, F.; Rauscher, M. (2026): Tourismus-Management. Die betriebswirtschaftlichen Grundlagen. 4. Auflage, Vahlen, München. • Morrison, A. M. (2023): Marketing and Managing Tourism Destinations. 3rd Edition, Routledge, London/New York. Projekt- und Forschungsmethodik • Dechange, A. (2024): Projektmanagement – Schnell erfasst. 2. Auflage, Springer Gabler, Berlin/Heidelberg. • Altinay, L.; Paraskevas, A.; Ali, F. (2024): Planning Research in Hospitality and Tourism. 3rd Edition, Routledge, London/New York. • Theisen, M. R. (2024): Wissenschaftliches Arbeiten. Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. 19., neu bearbeitete Auflage, Vahlen, München. Aktuelle Strategie- und Datenquellen • Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (2026): Vision T – Die Tourismusstrategie für Österreich bis 2035.) • Statistik Austria (2026): Tourismus in Österreich 2025 – Projektbericht sowie aktuelle Daten zu Beherbergung, Herkunftsmärkten, Kapazitäten und Tourismuswirkungen. • Europäische Kommission (2025): Taking Stock of Progress by 2024 – Transition Pathway for Tourism. • Ergänzend sind aktuelle Geschäfts-, Markt-, Strategie- und Nachhaltigkeitsberichte des jeweils untersuchten Unternehmens beziehungsweise der untersuchten Destination einzubeziehen. |