Letzte Änderung : 15.09.2026 12:55:38   


Code:252450
Modul:Nachhaltigkeitsmanagement
Module title:Management of Sustainability
Version:1.0 (05/2019)
letzte Änderung: 26.07.2026
Modulverantwortliche/r: Dipl.-Kffr. Langschwager, Solvig
S.Langschwager@hszg.de

angeboten in den 3 Studiengängen:
Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2019 (Pflichtmodul)
Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2023 (Pflichtmodul)
Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul)

Modul läuft im:WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Status:Pflichtmodul
Lehrort:Österreich
Lehrsprache:Deutsch

Workload* in SWS **
Semester
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*Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden)
**eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche

Selbststudienzeit in h
Angabe gesamt
davon
123
90
Vor- und Nachbereitung LV
33
Vorbereitung Prüfung
0
Sonstiges


Lehr- und Lernformen:Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt durch eine Kombination aus:
• seminaristischen Vorlesungen und Lehrgesprächen,
• interaktiven Workshops,
• problem- und projektbasiertem Lernen,
• tourismusspezifischen Fallstudien,
• Stakeholder-, Konflikt- und Szenarioanalysen,
• Planspielen und moderierten Diskussionen,
• Gruppenarbeiten und Peer-Feedback,
• Analyse von Nachhaltigkeitsstrategien, Zertifizierungen und Unternehmensberichten,
• Übungen zur Erhebung und Auswertung von Nachhaltigkeitskennzahlen,
• Entwicklung von Maßnahmenplänen für touristische Unternehmen und Destinationen,
• digitalen Learning Tasks und Selbsttests,
• Übungen mit Tabellenkalkulations-, Visualisierungs- und Besucherlenkungswerkzeugen,
• Transferaufgaben aus dem beruflichen Umfeld der Studierenden,
• angeleitetem Selbststudium.
Hinweise:keine


Prüfung(en)
Prüfung Prüfungsleistung als Beleg (PB)
 - 
100.0%



Lerninhalt: 1. Grundlagen nachhaltiger Entwicklung
• Entstehung und Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs
• ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit
• Drei-Säulen-Modell und integrative Nachhaltigkeitsmodelle
• starke und schwache Nachhaltigkeit
• inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit
• planetare Belastungsgrenzen
• Agenda 2030 und Sustainable Development Goals
• Nachhaltigkeit, Resilienz und Regeneration
• Zielkonflikte und Wechselwirkungen zwischen Nachhaltigkeitsdimensionen
• Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen, Destinationen und Gäste
2. Auswirkungen des Tourismus
• direkte, indirekte und induzierte Wirkungen des Tourismus
• wirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte
• soziale und kulturelle Auswirkungen
• Ressourcenverbrauch und Emissionen
• Flächenverbrauch und Veränderung von Landschaften
• Belastungen von Bevölkerung und Infrastruktur
• Demonstrations-, Kommerzialisierungs- und Verdrängungseffekte
• saisonale und räumliche Konzentration
• positive Beiträge zu Naturschutz, Kulturerhalt und Regionalentwicklung
• Rebound- und Verlagerungseffekte
• systemische Betrachtung touristischer Wertschöpfungsketten
3. Nachhaltigkeitsstrategien und Stakeholdermanagement
• Nachhaltigkeit als Bestandteil von Unternehmens- und Destinationsstrategien
• Stakeholderidentifikation und Stakeholdermapping
• Interessen, Einfluss und Verantwortung unterschiedlicher Akteure
• Einbindung von Bevölkerung, Beschäftigten, Gästen und Leistungsträgern
• partizipative Planungs- und Entscheidungsverfahren
• Zielentwicklung und Priorisierung
• Wesentlichkeitsanalyse in grundlegender Form
• Entwicklung von Leitbildern, Zielen und Maßnahmenprogrammen
• Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und Budgets
• Kooperation und Governance in touristischen Netzwerken
• Umgang mit Widerständen und Zielkonflikten
4. Klimaschutz, Klimaanpassung und Resilienz
• Ursachen und Folgen des Klimawandels
• Bedeutung des Tourismus als Betroffener und Mitverursacher
• direkte und indirekte Treibhausgasemissionen
• Grundlagen der Emissionsbilanzierung
• Emissionen aus Mobilität, Beherbergung, Gastronomie und Freizeitangeboten
• Vermeidung, Reduktion und Kompensation
• Grenzen von Kompensations- und Klimaneutralitätsversprechen
• Dekarbonisierungsziele und Reduktionspfade
• Klimarisiken für alpine, städtische, ländliche und naturorientierte Destinationen
• Anpassungsmaßnahmen und klimaresiliente Angebote
• Hitzeschutz, Wasserverfügbarkeit, Schneesicherheit und Extremwetter
• Risiko-, Krisen- und Resilienzmanagement
5. Energie-, Ressourcen- und Kreislaufmanagement
• Energieverbrauch und Energieeffizienz
• erneuerbare Energiequellen
• Wasserverbrauch und Wassermanagement
• Abfallvermeidung und Abfalltrennung
• Lebensmittelabfälle und Food-Waste-Management
• Einweg- und Mehrwegsysteme
• nachhaltige Beschaffung
• regionale und saisonale Produkte
• Lebenszyklusdenken
• Kreislaufwirtschaft und R-Strategien
• Reparatur, Wiederverwendung und Recycling
• ressourcenschonende Gestaltung touristischer Leistungen
• digitale Technologien zur Verbrauchserfassung und Steuerung
Tourismusspezifische Anwendungen
• Zimmerreinigung und Wäschemanagement
• Küchen- und Gastronomieprozesse
• Wellness-, Freizeit- und Veranstaltungsangebote
• Bau, Sanierung und Ausstattung touristischer Betriebe
• Beschaffung von Lebensmitteln, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen
• Energie- und Ressourcensteuerung bei saisonaler Auslastung
6. Nachhaltige touristische Mobilität
• Bedeutung der Mobilität für die Klimawirkung des Tourismus
• An- und Abreise sowie Mobilität vor Ort
• öffentliche Verkehrsmittel und intermodale Reiseketten
• Fuß- und Radverkehr
• Sharing- und On-Demand-Angebote
• Elektromobilität und Ladeinfrastruktur
• Gepäck-, Shuttle- und Transferangebote
• Mobilitätsinformation und digitale Reiseplanung
• Gästekarten und Anreizsysteme
• Mobilitätsmanagement in Betrieben und Destinationen
• Zielkonflikte zwischen Erreichbarkeit, Komfort und Klimaschutz
• Kommunikation nachhaltiger Mobilitätsalternativen
7. Biodiversität, Landschaft und Schutzgebiete
• Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen
• Auswirkungen touristischer Nutzung auf Arten und Lebensräume
• Tourismus in Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten
• Schutz- und Nutzungskonflikte
• Wegeführung und Zonierung
• Störung sensibler Arten
• Landschaftsbild und touristische Infrastruktur
• naturverträgliche Freizeit-, Sport- und Veranstaltungsangebote
• Umweltbildung und Interpretation
• naturbasierter Tourismus und Ökotourismus
• Finanzierung von Schutzmaßnahmen durch Tourismus
• Zusammenarbeit mit Schutzgebietsmanagement und lokaler Bevölkerung
8. Besucheraufkommen, Tragfähigkeit und Besucherlenkung
• touristische Tragfähigkeit und Belastungsgrenzen
• ökologische, soziale, infrastrukturelle und wahrnehmungsbezogene Kapazitäten
• Overtourism und Undertourism
• räumliche und zeitliche Konzentration
• Methoden der Besucherzählung und Beobachtung
• Befragungen und Akzeptanzmessungen
• Mobilfunk-, Sensor-, Buchungs- und Bewegungsdaten
• Besucherprognosen und Auslastungsinformationen
• harte und weiche Lenkungsinstrumente
• Information, Nudging, Kontingentierung und Preissteuerung
• räumliche und zeitliche Entzerrung
• digitale Besucherlenkung und Empfehlungssysteme
• Wirkungskontrolle und Datenschutz
9. Soziale Nachhaltigkeit, Beschäftigung und Inklusion
• menschenwürdige und faire Arbeit
• Arbeitsbedingungen und Entlohnung
• Saisonarbeit und Beschäftigungssicherheit
• Arbeitszeit, Vereinbarkeit und Gesundheit
• Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung
• Diversität, Gleichstellung und Inklusion
• internationale und mehrsprachige Teams
• Barrierefreiheit und Tourismus für alle
• Beteiligung und Lebensqualität der Bevölkerung
• soziale Akzeptanz des Tourismus
• Schutz vor Diskriminierung, Belästigung und Ausbeutung
• soziale Verantwortung entlang der Liefer- und Leistungskette
• soziale Nachhaltigkeitskennzahlen
10. Menschenrechte, Ethik und vulnerable Gruppen
• Menschenrechte im Tourismus
• Schutz von Kindern und Jugendlichen
• Prävention sexueller Ausbeutung im Reise- und Tourismussektor
• verantwortungsvolles Verhalten von Unternehmen und Reisenden
• Schutz indigener und lokaler Gemeinschaften
• kulturelle Aneignung und respektvolle Repräsentation
• Fotografie, Privatsphäre und informierte Zustimmung
• ethische Bewertung von Waisenhaus- und Voluntourismus
• Risiken kurzfristiger Hilfs- und Freiwilligenangebote
• Tierschutz bei touristischen Angeboten
• moralische Zielkonflikte touristischer Entscheidungen
• Beschwerde-, Hinweis- und Schutzmechanismen
11. Regionalentwicklung und Community-based Tourism
• Tourismus als Instrument regionaler Entwicklung
• regionale Wertschöpfungsketten
• lokale Beschaffung und Kooperation
• Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen
• Beteiligung lokaler Gemeinschaften
• Community-based Tourism
• Empowerment, Eigentum und Entscheidungsmacht
• Verteilung von Nutzen und Belastungen
• Kapazitätsaufbau und Qualifizierung
• Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländern
• Entwicklungszusammenarbeit und Tourismus
• Abhängigkeiten und Machtasymmetrien
• Anforderungen an langfristig tragfähige Projekte
• Bewertung von Entwicklungswirkungen
12. Nachhaltige Produkt- und Angebotsentwicklung
• nachhaltige Gestaltung touristischer Leistungsbündel
• ökologische und soziale Produktkriterien
• regionale, saisonale und authentische Angebote
• Slow Tourism und entschleunigte Reiseformen
• Kultur-, Natur-, Gesundheits- und Aktivtourismus
• nachhaltige Veranstaltungen
• regenerative Tourismusansätze
• Integration klimafreundlicher Mobilität
• Co-Creation mit Gästen und lokalen Akteuren
• Bewertung von Umwelt- und Sozialwirkungen
• wirtschaftliche Tragfähigkeit nachhaltiger Angebote
• Innovations- und Geschäftsmodellperspektiven
13. Nachhaltigkeitsmanagementsysteme und Zertifizierungen
• Aufbau eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagementsystems
• Nachhaltigkeitspolitik und Verantwortlichkeiten
• Ziel-, Maßnahmen- und Verbesserungsprogramme
• kontinuierlicher Verbesserungsprozess
• Dokumentation und interne Kontrolle
• Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagementsysteme
• Zertifizierung und Auditierung
• Auswahl und Bewertung von Nachhaltigkeitslabels
• Österreichisches Umweltzeichen
• EU Ecolabel
• internationale Kriterien und Zertifizierungssysteme
• Kosten, Nutzen und Grenzen von Zertifizierungen
• Gefahr von Labelvielfalt und Intransparenz
14. Nachhaltigkeitskennzahlen und Wirkungsmessung
• Ziele und Anforderungen der Nachhaltigkeitsmessung
• Input-, Prozess-, Output-, Outcome- und Impactindikatoren
• ökologische, soziale und wirtschaftliche Kennzahlen
• absolute und relative Kennzahlen
• Bezugsgrößen wie Gast, Nächtigung, Zimmer oder Umsatz
• Energie- und Wasserverbrauch
• Treibhausgasemissionen
• Abfall- und Lebensmittelabfallmengen
• regionale Beschaffungsquote
• Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Diversitätskennzahlen
• Gäste- und Bevölkerungszufriedenheit
• Tourismusakzeptanz
• lokale Wertschöpfung
• Zielwerte, Zeitreihen und Benchmarking
• Datenqualität und Datenverfügbarkeit
• Wirkungsketten und Grenzen der Zurechenbarkeit
15. Berichterstattung und Nachhaltigkeitskommunikation
• interne und externe Nachhaltigkeitsberichterstattung
• Zielgruppen und Informationsbedürfnisse
• Grundzüge europäischer Berichtsanforderungen
• Bedeutung von Nachhaltigkeitsdaten in Liefer- und Geschäftsbeziehungen
• Kommunikation gegenüber Gästen, Beschäftigten und Bevölkerung
• belegbare und überprüfbare Aussagen
• Transparenz über Ziele, Fortschritte und Zielverfehlungen
• Greenwashing und Greenhushing
• irreführende Klimaneutralitäts- und Nachhaltigkeitsversprechen
• Nachhaltigkeitskommunikation auf Websites und Plattformen
• Umgang mit Kritik und Zielkonflikten
• verantwortungsvolle Nutzung von KI bei Datenauswertung und Kommunikation
16. Nachhaltigkeitsprojekt und Umsetzung
• Auswahl und Abgrenzung einer praktischen Problemstellung
• Bestands- und Kontextanalyse
• Stakeholderanalyse
• Erhebung ausgewählter Nachhaltigkeitsdaten
• Identifikation wesentlicher Auswirkungen
• Zielentwicklung und Priorisierung
• Entwicklung und Bewertung von Handlungsalternativen
• Maßnahmen-, Ressourcen- und Zeitplanung
• Definition geeigneter Kennzahlen
• Entwicklung eines Monitoringkonzepts
• adressatengerechte Ergebnispräsentation
• Reflexion von Grenzen, Risiken und Zielkonflikten

Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen:Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,
• zentrale Begriffe, Modelle und Dimensionen nachhaltiger Entwicklung zu beschreiben und zu erläutern – Verstehen,
• Nachhaltigkeit, Resilienz und regenerative Entwicklung voneinander zu unterscheiden – Verstehen/Analysieren,
• ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen touristischer Aktivitäten zu identifizieren – Analysieren,
• Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen Nachhaltigkeitsdimensionen zu untersuchen – Analysieren,
• touristische Wertschöpfungsketten unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu analysieren – Analysieren,
• relevante Stakeholder zu identifizieren und deren Interessen und Einflussmöglichkeiten einzuordnen – Analysieren,
• Methoden der Stakeholder- und Wesentlichkeitsanalyse auf tourismusbezogene Fälle zu übertragen – Anwenden,
• Klimarisiken und Emissionsquellen touristischer Betriebe und Destinationen zu analysieren – Analysieren,
• geeignete Maßnahmen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Ressourceneffizienz zu entwickeln – Erschaffen,
• nachhaltige Mobilitäts-, Beschaffungs- und Kreislaufwirtschaftsansätze auf touristische Angebote zu übertragen – Anwenden,
• Auswirkungen touristischer Nutzung auf Biodiversität, Landschaft und Schutzgebiete zu beurteilen – Bewerten,
• Methoden zur Erfassung und Steuerung von Besucheraufkommen zu erläutern und anzuwenden – Verstehen/Anwenden,
• Instrumente der Besucherlenkung hinsichtlich Wirksamkeit, Akzeptanz und Nebenwirkungen zu bewerten – Bewerten,
• soziale, arbeitsbezogene und menschenrechtliche Risiken touristischer Angebote zu identifizieren – Analysieren,
• Community-based-Tourism- und Entwicklungsprojekte hinsichtlich Beteiligung, Nutzenverteilung und langfristiger Tragfähigkeit zu evaluieren – Bewerten,
• Nachhaltigkeitszertifizierungen anhand von Kriterien, Transparenz, Kontrollsystem und Anwendungsbereich zu vergleichen – Analysieren/Bewerten,
• geeignete Nachhaltigkeitskennzahlen zu bestimmen, zu berechnen und zu interpretieren – Anwenden/Analysieren,
• Nachhaltigkeitsaussagen und -berichte auf Nachvollziehbarkeit und Greenwashing-Risiken zu prüfen – Bewerten,
• digitale Daten und Werkzeuge für Monitoring und Besucherlenkung kontrolliert zu nutzen – Anwenden,
• unterschiedliche Handlungsalternativen anhand ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Kriterien zu beurteilen – Bewerten,
• für ein touristisches Unternehmen oder eine Destination ein begründetes Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln – Erschaffen,
• die Umsetzung eines Nachhaltigkeitskonzepts durch Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen zu operationalisieren – Anwenden/Erschaffen.

Fachübergreifende Kompetenzen:Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,
• komplexe Nachhaltigkeitsprobleme systemisch zu erfassen und zu strukturieren – Analysieren,
• ökologische, soziale und wirtschaftliche Perspektiven miteinander zu verknüpfen – Analysieren,
• unterschiedliche Interessen und Wertvorstellungen zu erkennen und nachzuvollziehen – Analysieren,
• Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und widersprüchliche Zielsetzungen angemessen zu berücksichtigen – Bewerten,
• wissenschaftliche und betriebliche Informationen selbstständig zu recherchieren und aufzubereiten – Anwenden,
• Quellen, Kennzahlen und Nachhaltigkeitsaussagen kritisch zu prüfen – Bewerten,
• quantitative und qualitative Informationen miteinander zu verbinden – Analysieren,
• ethische Auswirkungen touristischer Entscheidungen zu reflektieren – Bewerten,
• unterschiedliche fachliche Positionen sachlich zu diskutieren und abzuwägen – Bewerten,
• Konflikte zwischen Stakeholdern konstruktiv und lösungsorientiert zu bearbeiten – Anwenden,
• Aufgaben in heterogenen Gruppen kooperativ und arbeitsteilig zu bearbeiten – Anwenden,
• Beteiligungs- und Workshopprozesse adressatengerecht zu gestalten – Erschaffen,
• Ergebnisse verständlich und überzeugend zu kommunizieren – Anwenden/Bewerten,
• digitale Analyse-, Kollaborations- und Präsentationswerkzeuge zielgerichtet zu nutzen – Anwenden,
• eigene Werte, Annahmen und Konsumpraktiken kritisch zu reflektieren – Bewerten,
• Verantwortung für die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen beruflicher Entscheidungen zu übernehmen – Bewerten,
• den Lern- und Projektprozess im berufsbegleitenden Studium eigenverantwortlich zu organisieren – Anwenden.

Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme:keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme:• Grundlagen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre,
• Grundlagen der Tourismusökonomie und Tourismuswirtschaft,
• grundlegende Kenntnisse touristischer Unternehmen und Destinationen,
• grundlegendes Verständnis ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge,
• Fähigkeit zum Lesen und Interpretieren einfacher Statistiken und Kennzahlen,
• grundlegende Kenntnisse in Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware,
• grundlegende englische Sprachkenntnisse zum Verständnis internationaler Fachquellen,
• Bereitschaft zur kritischen Reflexion eigener Werte und Verhaltensweisen,
• Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an Workshops, Diskussionen und Gruppenarbeiten,
• Bereitschaft, betriebliche oder regionale Praxisbeispiele in die Lehrveranstaltung einzubringen.

Literatur:Aktuelle Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

Grundlagen- und tourismusbezogene Literatur
• Bandi Tanner, M.; Wirth, S.; Roller, M. (Hrsg.) (2024): Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Tourismus. Entwicklungen und Umsetzungsstrategien. Erich Schmidt Verlag, Berlin.
• Schmude, J.; Freytag, T.; Bandi Tanner, M. (Hrsg.) (2025): Tourismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. 1. Auflage, Nomos, Baden-Baden.
• Foroudi, P.; Palazzo, M.; Upadhyay, S. (Hrsg.) (2026): Sustainable Tourism, Hospitality and Events: Emerging Trends and New Opportunities. Routledge, London/New York.
• Ndhlovu, E.; Dube, K.; Kifworo, C. M. (Hrsg.) (2024): Tourism and Hospitality for Sustainable Development. Volume Two: Emerging Trends and Global Issues. Springer, Cham.
• Stone, M. T.; Stone, L. S.; Nyaupane, G. P. (Hrsg.) (2025): Protected Areas, Sustainable Tourism and Community Livelihood Linkages. Routledge, London/New York.
• Naschert, L.; Horster, E.; Reif, J. (2025): Digitales Besuchermanagement in Destinationen. Von der Bedarfsermittlung bis zur Implementierung. Springer Gabler, Wiesbaden, Open Access.
Aktuelle Strategie-, Standard- und Praxisquellen
• Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (2026): Vision T – Die Tourismusstrategie für Österreich bis 2035: Unser Tourismus – wertvoll für alle, 365 Tage im Jahr.
• Österreichische Hotel- und Tourismusbank; Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus; Österreich Werbung; Wirtschaftskammer Österreich (2025): Betriebsinterne Nachhaltigkeitskennzahlen in Tourismus- und Freizeitwirtschaftsbetrieben.
• Österreichisches Umweltzeichen: Richtlinien für Tourismus, Gastronomie und Tourismusdestinationen, jeweils geltende Fassung.
• UN Tourism: Statistical Framework for Measuring the Sustainability of Tourism sowie das ESG Framework for Tourism Businesses, jeweils aktuelle Fassung.
• Europäische Kommission (2025): Transition Pathway for Tourism – Stocktaking Report sowie aktuelle Materialien zur grünen, digitalen und resilienten Transformation des europäischen Tourismus.