
| Studiengänge >> Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) 2025 B.A. >> Nachhaltiger Tourismus |
| Code: | 289200 |
| Modul: | Nachhaltiger Tourismus |
| Module title: | Sustainable Tourism |
| Version: | 1.0 (07/2022) |
| letzte Änderung: | 26.07.2026 |
| Modulverantwortliche/r: | Dipl.-Kffr. Langschwager, Solvig S.Langschwager@hszg.de |
| angeboten in den 2 Studiengängen: | Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2023 (Pflichtmodul) | Tourismusmanagement (Berufsbegleitender Studiengang) (B.A.) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul) |
| Modul läuft im: | SoSe+WiSe (Sommer- und Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Status: | Pflichtmodul |
| Lehrort: | Österreich |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Workload* in | SWS ** | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zeit- std. | ECTS- Pkte |
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| * | Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden) |
| ** | eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche |
| Selbststudienzeit in h | ||||
Vor- und Nachbereitung LV |
Vorbereitung Prüfung |
Sonstiges |
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| Erläuterungen zu Weiteres | keine |
| Lehr- und Lernformen: | Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt durch eine Kombination aus: • seminaristischen Vorlesungen und Lehrgesprächen, • anwendungsorientierten Übungen und Nachhaltigkeitsworkshops, • tourismusspezifischen Fallstudien, • problem- und projektbasiertem Lernen, • Planspielen und game-based Learning, insbesondere mit dem TOPSIM-Planspiel Destinationsmanagement, • Stakeholder-, Konflikt- und Wirkungsanalysen, • Analyse nachhaltiger Tourismusbetriebe und Destinationen, • Bearbeitung aktueller Mobilitäts-, Klima- und Besucherlenkungsfälle, • Übungen zur Entwicklung und Auswertung von Nachhaltigkeitskennzahlen, • Analyse von Zertifizierungssystemen und Nachhaltigkeitsberichten, • Simulation tourismuspolitischer und betrieblicher Entscheidungen, • Gruppenarbeiten mit strukturiertem Peer-Feedback, • digitalen Learning Tasks und Selbsttests, • Gastvorträgen aus Tourismuswirtschaft, Destinationsmanagement, Politik und Regionalentwicklung, • kleinen Exkursionen beziehungsweise Lehre vor Ort, • reflektiertem Einsatz digitaler und KI-gestützter Analysewerkzeuge, • Transferaufgaben aus dem beruflichen Umfeld der Studierenden, • angeleitetem Selbststudium. |
| Hinweise: | Modul nur im Rahmen des kommerziellen berufsbegleitenden Studiengang WTöb verfügbar |
| Prüfung(en) | |||
| Prüfung | Prüfungsleistung als Beleg (PB) | 100.0% | |
| Lerninhalt: |
1. Grundlagen nachhaltiger Entwicklung und Green Transition • Entstehung und Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs • ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit • inter- und intragenerationelle Gerechtigkeit • starke und schwache Nachhaltigkeit • Sustainable Development Goals • planetare Belastungsgrenzen • Green Transition und sozial-ökologische Transformation • Nachhaltigkeit, Resilienz und Regeneration • Zielkonflikte zwischen Wachstum, Wohlstand, Ressourcenverbrauch und Lebensqualität • Bedeutung der Transformation für Tourismusunternehmen und Destinationen 2. Tourismus als sozial-ökologisches System • Tourismus als vernetztes wirtschaftliches, gesellschaftliches und ökologisches System • Wechselwirkungen zwischen Gästen, Betrieben, Bevölkerung, Politik und Naturraum • touristische Wertschöpfungs- und Leistungsketten • Rückkopplungen und unbeabsichtigte Nebenwirkungen • direkte, indirekte und induzierte Tourismuswirkungen • Abhängigkeit des Tourismus von Klima, Landschaft, Kultur und gesellschaftlicher Akzeptanz • systemische Risiken und Verwundbarkeiten • Hebelpunkte nachhaltiger Transformation • Grenzen isolierter Einzelmaßnahmen 3. Auswirkungen touristischer Entwicklung • wirtschaftliche Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Einkommenseffekte • regionale Wirtschaftskreisläufe und Sickerverluste • Ressourcen-, Energie- und Wasserverbrauch • Treibhausgasemissionen und Flächennutzung • Auswirkungen auf Biodiversität und Landschaft • soziale und kulturelle Wirkungen • Veränderungen von Lebensqualität und Wohnraum • Kommerzialisierung und Veränderung lokaler Kultur • Belastungen der Infrastruktur • Verteilung von Nutzen und Kosten • Rebound- und Verlagerungseffekte • Entwicklung tourismusbezogener Wirkungsketten 4. Nachhaltiger Freizeit- und Tourismuskonsum • touristische Bedürfnisse, Motive und Konsumentscheidungen • Einstellungen und tatsächliches Reiseverhalten • Attitude-Behaviour-Gap • Preis, Komfort, Zeit und Nachhaltigkeit als Entscheidungskriterien • nachhaltige Lebensstile und Zielgruppen • Sharing, Suffizienz und bewusster Konsum • Slow Tourism und längere Aufenthalte • regionale und saisonale Reiseentscheidungen • soziale Normen und Vorbildwirkungen • Nudging und andere verhaltensbezogene Instrumente • Information, Transparenz und Entscheidungsarchitektur • Grenzen der individuellen Konsumentenverantwortung 5. Nachhaltige Tourismusdestinationen • Destination als Erlebnis-, Wirtschafts- und Lebensraum • nachhaltige Destinationsstrategie • ökologische, soziale und wirtschaftliche Zielsysteme • Governance und Aufgaben der Destinationsmanagementorganisation • Beteiligung von Bevölkerung und Leistungsträgern • Stakeholder- und Netzwerkanalyse • regionale Wertschöpfung und lokale Kooperation • Schutz natürlicher und kultureller Ressourcen • saisonale und räumliche Entzerrung • Lebensqualität und Tourismusakzeptanz • Entwicklung nachhaltiger Angebote und Serviceketten • Finanzierung und Umsetzung destinationsbezogener Maßnahmen • Monitoring und kontinuierliche Verbesserung 6. Nachhaltige Tourismuspolitik und strategische Steuerung • Aufgaben und Ebenen der Tourismuspolitik • Tourismus als Gegenstand der Wirtschafts-, Umwelt-, Verkehrs- und Regionalpolitik • staatliche Regulierung und freiwillige Branchenlösungen • Förderprogramme und Anreizsysteme • Steuern, Abgaben und Finanzierungsinstrumente • strategische Tourismuskonzepte • Zielvereinbarungen und Indikatorensysteme • Koordination von Bund, Ländern, Regionen und Gemeinden • Interessen- und Zielkonflikte • Beteiligung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft • Monitoring und Evaluation tourismuspolitischer Maßnahmen • österreichische und europäische Transformationspolitik 7. Nachhaltige Tourismusbetriebe • Nachhaltigkeit als Bestandteil von Unternehmensstrategie und Geschäftsmodell • Wesentlichkeits- und Stakeholderanalyse • Energie-, Wasser- und Ressourcenmanagement • Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft • Food-Waste-Management • nachhaltige Beschaffung • regionale und saisonale Lieferketten • klimafreundliche Mobilitätsangebote • faire Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsqualität • Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit • wirtschaftliche Tragfähigkeit nachhaltiger Maßnahmen • Investitionen und Finanzierung • Lieferanten- und Partnermanagement • betriebliche Nachhaltigkeitsorganisation • kontinuierlicher Verbesserungsprozess Tourismusspezifische Anwendungen • Beherbergung und Camping • Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung • Reiseveranstaltung und Reisevermittlung • Kultur- und Freizeiteinrichtungen • Wellness- und Gesundheitsbetriebe • Mobilitäts- und Verkehrsunternehmen 8. Nachhaltige MICE- und Veranstaltungswirtschaft • Nachhaltigkeitswirkungen von Meetings, Incentives, Kongressen und Events • Auswahl von Veranstaltungsort und Destination • nachhaltige An- und Abreise • Energie-, Material- und Flächenbedarf • Catering und regionale Beschaffung • Abfall- und Mehrwegkonzepte • Beschaffung technischer und logistischer Leistungen • Barrierefreiheit und soziale Teilhabe • faire Arbeits- und Vertragsbedingungen • hybride und digitale Veranstaltungsformate • Nachhaltigkeitsanforderungen an Dienstleister • Green-Event-Zertifizierungen • Messung und Kommunikation von Veranstaltungswirkungen • Greenwashing-Risiken 9. Klimaschutz, Klimaanpassung und Resilienz • Tourismus als Verursacher und Betroffener des Klimawandels • Emissionen aus Mobilität, Beherbergung, Gastronomie und Freizeitangeboten • Grundlagen touristischer Treibhausgasbilanzen • Vermeidung und Reduktion von Emissionen • Grenzen von Kompensation und Klimaneutralitätsversprechen • Dekarbonisierung touristischer Geschäftsmodelle • Hitze, Wasserknappheit, Extremwetter und Schneesicherheit • Klimaauswirkungen auf alpine, städtische und ländliche Destinationen • Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse • Anpassung touristischer Angebote und Infrastrukturen • Diversifizierung und Ganzjahrestourismus • organisationale und destinationsbezogene Resilienz • Frühwarnsysteme, Krisenvorsorge und Anpassungsfähigkeit 10. Nachhaltige Mobilität • Bedeutung der An- und Abreise für die touristische Klimawirkung • Mobilität innerhalb von Destinationen • intermodale und multimodale Reiseketten • Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr • Sharing-, Shuttle- und On-Demand-Angebote • erste und letzte Meile • Elektromobilität und Ladeinfrastruktur • Gepäck- und Transferlösungen • touristische Mobilitätskarten • digitale Mobilitätsinformation • Anreiz- und Preissysteme • Kooperation zwischen Verkehrs- und Tourismusakteuren • Barrierefreiheit und Zugänglichkeit • Zielkonflikte zwischen Erreichbarkeit, Komfort, Kosten und Klimaschutz • Analyse nationaler und internationaler Use Cases 11. Balanced und Unbalanced Tourism • Balanced Tourism als ausgewogenes Verhältnis von Gästen, Betrieben, Bevölkerung und Ressourcen • Overtourism und räumliche Überlastung • Undertourism und ungenutzte touristische Potenziale • saisonale und zeitliche Konzentration • touristische Tragfähigkeit • ökologische, soziale, infrastrukturelle und wahrgenommene Belastungsgrenzen • Erlebnisraum und Lebensraum im Konflikt • Wohnraum-, Preis- und Verdrängungseffekte • Konflikte zwischen Leistungsträgern und Tourismusorganisationen • Akzeptanz- und Bevölkerungsforschung • reaktive und proaktive Steuerungsmaßnahmen • Zugangsbeschränkungen, Kontingente und Zeitfenster • Preissteuerung, Information und Nudging • räumliche und saisonale Besucherlenkung • Entwicklung ausgewogener Destinationsstrategien 12. Digitales Besuchermanagement und intelligente Steuerung • Erhebung von Besucherzahlen und Besucherströmen • Buchungs-, Mobilitäts-, Sensor- und Bewegungsdaten • Echtzeitinformationen und Auslastungsprognosen • digitale Gästekarten und Informationssysteme • Empfehlung weniger belasteter Orte und Reisezeiten • künstliche Intelligenz und Prognosemodelle • digitale Zwillinge in grundlegender Form • Wirkungsmessung von Besucherlenkungsmaßnahmen • Datenqualität und Datenintegration • Datenschutz und Akzeptanz • Gefahr digitaler Exklusion • Verbindung digitaler und analoger Steuerungsinstrumente 13. Biodiversität, Landschaft und Kulturerbe • Biodiversität und Ökosystemleistungen • Schutzgebiete und sensible Naturräume • Auswirkungen touristischer Infrastruktur • Wegeführung und Zonierung • naturverträgliche Freizeit- und Sportangebote • Schutz kultureller und religiöser Orte • materielles und immaterielles Kulturerbe • Authentizität, Inszenierung und Kommerzialisierung • Beteiligung lokaler und indigener Gemeinschaften • Community-based Tourism • kulturelle Nachhaltigkeit • Finanzierung von Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen • Zielkonflikte zwischen Nutzung und Schutz 14. Soziale Nachhaltigkeit und Beschäftigung • faire und sichere Arbeitsbedingungen • Saisonarbeit und Beschäftigungssicherheit • Entlohnung, Arbeitszeit und Vereinbarkeit • Gesundheit und psychische Belastung • Qualifizierung und berufliche Entwicklung • internationale und mehrsprachige Teams • Diversität, Gleichstellung und Inklusion • Barrierefreiheit und Tourismus für alle • Menschenrechte in touristischen Liefer- und Leistungsketten • Schutz vulnerabler Gruppen • Beteiligung und Empowerment lokaler Gemeinschaften • soziale Akzeptanz touristischer Entwicklung • soziale Nachhaltigkeitskennzahlen 15. Zertifizierung und Nachhaltigkeitsmanagementsysteme • Ziele und Funktionen von Zertifizierungen • Kriterien, Auditierung und Kontrollsysteme • betriebliche und destinationsbezogene Labels • Österreichisches Umweltzeichen • EU Ecolabel • internationale Tourismusstandards • Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagementsysteme • Auswahl geeigneter Zertifizierungssysteme • Kosten und Nutzen einer Zertifizierung • Markt- und Kommunikationswirkung • Labelvielfalt und Orientierung der Gäste • Grenzen freiwilliger Systeme • Risiken von Greenwashing und Symbolpolitik 16. Nachhaltigkeitskennzahlen und Wirkungsmessung • Ziele und Ebenen der Nachhaltigkeitsmessung • Input-, Prozess-, Output-, Outcome- und Impactindikatoren • ökologische, soziale und wirtschaftliche Kennzahlen • Energie- und Wasserverbrauch je Gast beziehungsweise Nächtigung • Treibhausgasemissionen • Abfall- und Lebensmittelabfallmengen • Anteil regionaler Beschaffung • Beschäftigungs- und Qualifizierungskennzahlen • Gäste- und Bevölkerungszufriedenheit • Tourismusakzeptanz • regionale Wertschöpfung • Vergleichs-, Zeitreihen- und Zielwerte • Datenqualität und Interpretationsgrenzen • Entwicklung eines betrieblichen oder destinationsbezogenen Dashboards 17. Nachhaltigkeitskommunikation und Greenwashing • interne und externe Nachhaltigkeitskommunikation • Anforderungen unterschiedlicher Anspruchsgruppen • überprüfbare und belegbare Aussagen • Kommunikation von Zielen, Fortschritten und Zielverfehlungen • Nachhaltigkeitsberichte und Managementinformationen • Kommunikation gegenüber Gästen und Bevölkerung • Greenwashing und Greenhushing • irreführende Klima- und Nachhaltigkeitsversprechen • Bild-, Sprach- und Datenethik • Kennzeichnung von Unsicherheiten • Chancen und Grenzen KI-gestützter Kommunikation • verantwortungsvolle Krisen- und Konfliktkommunikation 18. Umsetzung nachhaltiger Transformation • Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie • Bestands- und Wesentlichkeitsanalyse • Formulierung messbarer Ziele • Entwicklung und Bewertung von Handlungsalternativen • Priorisierung nach Wirkung und Umsetzbarkeit • Maßnahmen-, Ressourcen- und Zeitplanung • Verantwortlichkeiten und Kooperationen • Finanzierung und Fördermöglichkeiten • Anreizsysteme für Betriebe und Gäste • Change Management und Umgang mit Widerständen • Monitoring, Evaluation und Anpassung • Lernen aus Erfolgen und Fehlern • Verstetigung nachhaltiger Maßnahmen |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, • grundlegende Begriffe, Modelle und Dimensionen nachhaltiger Entwicklung zu beschreiben und zu erläutern – Verstehen, • Green Transition, nachhaltige Entwicklung, Resilienz und regenerative Entwicklung voneinander zu unterscheiden – Verstehen/Analysieren, • Tourismus als sozial-ökologisches System zu erläutern – Verstehen, • ökologische, ökonomische und soziokulturelle Auswirkungen touristischer Aktivitäten zu identifizieren – Analysieren, • Wechselwirkungen und Zielkonflikte zwischen unterschiedlichen Nachhaltigkeitsdimensionen zu untersuchen – Analysieren, • touristische Wertschöpfungs- und Leistungsketten unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu analysieren – Analysieren, • nachhaltiges Reise- und Freizeitverhalten mithilfe geeigneter Modelle zu untersuchen – Analysieren, • geeignete Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Konsumentscheidungen zu entwickeln – Erschaffen, • eine Destination als Gegenstand nachhaltiger Tourismuspolitik zu analysieren – Analysieren, • tourismuspolitische Steuerungs- und Förderinstrumente zu erläutern und zu vergleichen – Verstehen/Analysieren, • relevante Stakeholder einer Destination zu identifizieren und deren Interessen einzuordnen – Analysieren, • nachhaltige Destinationsstrategien hinsichtlich Konsistenz, Beteiligung und Umsetzbarkeit zu bewerten – Bewerten, • ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf Tourismusbetriebe zu übertragen – Anwenden, • nachhaltige MICE- und Veranstaltungskonzepte zu entwickeln – Erschaffen, • Klima- und Resilienzrisiken touristischer Betriebe und Destinationen zu analysieren – Analysieren, • geeignete Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu entwickeln – Erschaffen, • nachhaltige Mobilitätslösungen anhand von Wirkung, Kosten, Komfort und Umsetzbarkeit zu bewerten – Bewerten, • Ursachen und Folgen von Overtourism und anderen Formen des Unbalanced Tourism zu analysieren – Analysieren, • reaktive und proaktive Besucherlenkungsmaßnahmen zu vergleichen – Analysieren, • Besucherlenkungsinstrumente hinsichtlich Wirksamkeit, Akzeptanz und Nebenwirkungen zu beurteilen – Bewerten, • Auswirkungen touristischer Nutzung auf Biodiversität, Kulturerbe und lokale Gemeinschaften zu bewerten – Bewerten, • Zertifizierungssysteme anhand von Kriterien, Kontrollverfahren, Nutzen und Grenzen zu vergleichen – Analysieren/Bewerten, • geeignete Nachhaltigkeitskennzahlen zu bestimmen, zu berechnen und zu interpretieren – Anwenden/Analysieren, • wirtschaftliche und finanzielle Kennzahlen mit ökologischen und sozialen Informationen zu verknüpfen – Analysieren, • Nachhaltigkeitsaussagen auf Nachvollziehbarkeit und Greenwashing-Risiken zu prüfen – Bewerten, • digitale und KI-gestützte Lösungen für Nachhaltigkeitsmessung und Besucherlenkung kontrolliert zu nutzen – Anwenden, • Handlungsalternativen anhand ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Kriterien zu bewerten – Bewerten, • für einen Tourismusbetrieb, eine Veranstaltung oder eine Destination ein begründetes Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln – Erschaffen, • das Konzept durch Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen zu operationalisieren – Anwenden/Erschaffen. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, • komplexe Nachhaltigkeitsprobleme systemisch zu strukturieren – Analysieren, • ökologische, wirtschaftliche, soziale und politische Perspektiven miteinander zu verknüpfen – Analysieren, • unterschiedliche Stakeholderperspektiven einzunehmen und nachzuvollziehen – Analysieren, • Ziel- und Interessenkonflikte sachlich zu diskutieren und abzuwägen – Bewerten, • Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und langfristige Wirkungen angemessen zu berücksichtigen – Bewerten, • wissenschaftliche, politische und betriebliche Informationen selbstständig zu recherchieren und aufzubereiten – Anwenden, • Quellen, Kennzahlen und Nachhaltigkeitsaussagen kritisch zu prüfen – Bewerten, • quantitative und qualitative Informationen miteinander zu verbinden – Analysieren, • in heterogenen Gruppen kooperativ und arbeitsteilig zu arbeiten – Anwenden, • Gruppen- und Stakeholderprozesse strukturiert zu moderieren – Anwenden/Erschaffen, • Gruppenmitgliedern aktiv zuzuhören und unterschiedliche Interessen konstruktiv zu bearbeiten – Anwenden, • Verständnis für die Herausforderungen anderer Leistungsträger zu entwickeln – Verstehen/Analysieren, • konstruktives Feedback zu geben, anzunehmen und umzusetzen – Anwenden/Bewerten, • digitale Analyse-, Simulations-, Kollaborations- und Präsentationswerkzeuge zielgerichtet zu nutzen – Anwenden, • automatisiert oder KI-gestützt erzeugte Ergebnisse kritisch zu beurteilen – Bewerten, • ethische Folgen touristischer Entscheidungen zu reflektieren – Bewerten, • Entscheidungen trotz Zielkonflikten und unvollständiger Informationen nachvollziehbar zu begründen – Bewerten, • aus Simulationen, Fehlern und erfolgreichen Entscheidungen zu lernen – Bewerten, • eigene Wissenslücken zu identifizieren und selbstständig zu bearbeiten – Analysieren/Anwenden, • den Lern- und Projektprozess im berufsbegleitenden Studium eigenverantwortlich zu organisieren – Anwenden. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | • Grundlagen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, • Grundlagen der Tourismusökonomie und Tourismuswirtschaft, • grundlegende Kenntnisse des Destinationsmanagements, • grundlegende Kenntnisse touristischer Unternehmen und Wertschöpfungsketten, • Grundlagen des Tourismusmarketings, • Fähigkeit zum Lesen und Interpretieren einfacher Tabellen, Statistiken und Kennzahlen, • grundlegende Kenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens, • grundlegende Kenntnisse eines Tabellenkalkulations- und Präsentationsprogramms, • grundlegende englische Sprachkenntnisse zur Bearbeitung internationaler Fachquellen, • Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an Planspielen, Workshops und Gruppenarbeiten, • Bereitschaft zur kritischen Reflexion eigener Werte und Konsumentscheidungen, • Bereitschaft, berufliche und regionale Praxisbeispiele einzubringen. |
| Literatur: | Zu Semesterbeginn wird jeweils die Literaturliste zu ausgewählten Themenbereichen durch Hinweise auf Spezialliteratur ergänzt. Grundlagenliteratur • Rein, H.; Strasdas, W. (2025): Nachhaltiger Tourismus. Einführung. UTB/UVK, München. Das Werk bietet eine aktuelle Einführung in Grundlagen, Handlungsfelder und Umsetzungsfragen des nachhaltigen Tourismus. • Strasdas, W.; Lund-Durlacher, D.; Dickhut, H. (Hrsg.) (2025): Handbuch Nachhaltiger Tourismus. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, UTB/UVK, München. • Steinhauser, C.; Heinemann, S. (2022): Nachhaltiges 360°-Management im Tourismus. De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston. • Bandi Tanner, M.; Wirth, S.; Roller, M. (Hrsg.) (2023): Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Tourismus. Entwicklungen und Umsetzungsstrategien. Erich Schmidt Verlag, Berlin. • Eilzer, C.; Harms, T.; Dörr, M. (Hrsg.) (2023): Resilienz als Erfolgsfaktor im Tourismus. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zur Entwicklung von Destinationen. Erich Schmidt Verlag, Berlin, Open Access. Internationale Vertiefungsliteratur • Foroudi, P.; Palazzo, M.; Upadhyay, S. (Hrsg.) (2026): Sustainable Tourism, Hospitality and Events: Emerging Trends and New Opportunities. Routledge, London/New York. • Kaefer, F. (2022): Sustainability Leadership in Tourism. Interviews, Insights, and Knowledge from Practice. Springer, Cham. • Leal Filho, W. et al. (Hrsg.) (2025): Tourism and Heritage: Shaping Sustainable and Innovative Futures. Springer, Cham. Aktuelle Strategie-, Standard- und Praxisquellen • Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (2026): Vision T – Tourismusstrategie Österreich 2035: Unser Tourismus – wertvoll für alle, 365 Tage im Jahr. • UN Tourism (2024–2026): Statistical Framework for Measuring the Sustainability of Tourism, jeweils aktueller Stand. • Europäische Kommission (2025): Stock-taking Study of the Co-implementation of the Transition Pathway for Tourism and the EU Agenda for Tourism 2030. • Österreichisches Umweltzeichen: Richtlinien für Tourismusbetriebe, Reiseangebote, Veranstaltungen und Tourismusdestinationen, jeweils geltende Fassung. • Ergänzend sind aktuelle Veröffentlichungen von Statistik Austria, Österreich Werbung, Wirtschaftskammer Österreich, Österreichischer Hotel- und Tourismusbank sowie österreichischen Bundesländern und Destinationen einzubeziehen. |