Letzte Änderung : 05.12.2025 13:32:51   
Studiengänge >> Ökologie und Umweltschutz 2023 B.Sc. >> Grundlagen der Verfahrenstechnik


Code:288550
Modul:Grundlagen der Verfahrenstechnik
Module title:Fundamentals of Process Technology
Version:1.0 (07/2022)
letzte Änderung: 15.09.2025
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. rer. nat. Kretzschmar, Jörg
Joerg.Kretzschmar@hszg.de

angeboten in den 2 Studiengängen:
Ökologie und Umweltschutz (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2023
Umweltwissenschaften (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2025

Modul läuft im:WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Status:Pflichtmodul
Lehrort:Zittau
Lehrsprache:Deutsch

Workload* in SWS **
Semester
Zeit- std.ECTS-
Pkte
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*Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden)
**eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche

Selbststudienzeit in h
Angabe gesamt
davon
94
60
Vor- und Nachbereitung LV
30
Vorbereitung Prüfung
4
Sonstiges


Lehr- und Lernformen:Vorlesung und Praktikum


Prüfung(en)
Prüfungsvorleistung Prüfungsvorleistung Laborarbeit (VL)
Prüfung Prüfungsleistung als Klausur (PK) 120 min 100.0%



Lerninhalt: Die Vorlesungen umfassen folgende Themen (Lehrinhalte):
• Einordnung und Begriffsdefinitionen
• Prozessdarstellung mittels Fließbildern
• Grundlagen der Bilanzierung von Stoff- und Wärmeströmen
• Charakterisierung ein und mehrphasiger Stoffsysteme
Grundlagen Mechanische Verfahrenstechnik
• Charakterisierung disperser Stoffsysteme
• Kraftwirkungen zwischen Partikeln disperser Stoffsysteme
• Ausrüstungen und Anwendungen Klassierprozesse
• Ausrüstungen und Anwendungen Trennprozesse
• Beschreibung des Trennerfolges
• Charakterisierung von Rohströmungen
• Bewegung von starren Partikeln in fluiden Systemen
• Durchströmen von Schüttungen
• Filtrationsprozesse
• Mischprozesse in festen und flüssigen Medien
• Ähnlichkeitskennzahlen
• Mechanismen der Wärmeübertragung

Die Studierenden erlernen (Lerninhalte):
• Wissen zur Aufstellung und Anwendung von Fließbildtypen zur Verfahrens-/ Prozessdarstellung
• Grundlegende Vorgehensweise bei der Bilanzierung sowie die Lösung einfacher Bilanzierungsaufgaben
• Auswertung von Klassier- und Sedimentationsprozessen (Verteilungsdichten und Verteilungssummen)
• Auswertung von Trennprozessen
• Beispielhafte Auslegung von Sedimentations- und Filtrationsanlagen
• Grundoperationen und Berechnungen der MVT
• Grundlagenwissen zu den Stoff- und Wärmetransportmechanismen

Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen:Die Studenten verfügen über grundlegendes Wissen zur Darstellung von Prozessen mit Hilfe von Fließbildern und Fließbildsymbolen. Sie beherrschen ferner einfache verfahrenstechnische Prozesse bezüglich Stoff- und Energiefluss zu bilanzieren. Sie sind mit den mechanischen und thermischen Grundoperationen vertraut und können Wirkprinzipien erläutern und auch mathematisch abstrahieren. Sie besitzen die notwendigen Kenntnisse zur Beschreibung disperser Stoffsysteme.
Das Grundlagenwissen können die Studierenden sicher anwenden, sie sind in der Lage einfache verfahrenstechnischen Berechnungen durchzuführen und Prozesse auszuwerten.
Die Analyse von verfahrenstechnischen Grundoperationen und die Zerlegung in physikalische Wirkmechanismen wird von den Studierenden beherrscht und somit können komplexe Sachverhalte einfach abstrahiert und auf neue Erfordernisse übertragen werden.
Durch das Verständnis des komplexen Zusammenwirkens einzelner Prozessvariablen können durch die Studierenden diejenigen Parameter ermittelt werden, welche angepasst an die jeweilige Fragestellung zur Optimierung des Prozesses und damit zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit dienen. Sie können die eigenen Berechnungen bewerten und auch die Ergebnisse hinsichtlich deren Qualität beurteilen und kontrollieren.
Fachübergreifende Kompetenzen:Die Studierenden verstehen die Bedeutung des komplexen Zusammenwirkens von physikalischen, thermodynamischen, chemischen und verfahrenstechnischen Unit-Operations. Sie sind ferner befähigt zur technischen Kommunikation und zum fachübergreifenden Analysieren und Lösen von Fragestellungen. Sie können durch den Erwerb des komplexen Prozessverständnisses hinreichende Vereinfachungen vornehmen und somit mathematisch zu abstrahieren. Die Studierenden sind in der Lage die verschiedenen Gesetzmäßigkeiten miteinander zu verknüpfen. Das Wissen und die Fähigkeiten ermöglichen es den Studierenden Lösungswege und Ergebnisse darzustellen und zu präsentieren.

Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme:keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme:Mathematik, Physik, Chemie

Literatur: H. Schubert (2002) ‚Handbuch der mechanischen Verfahrenstechnik I und II‘, Wiley-VCH
M. Stieß (2007) ‚Mechanische Verfahrenstechnik – Partikeltechnologie 1‘, Springer
M. Stieß (2008) ‚Mechanische Verfahrenstechnik 2‘, Springer
M. Bohnet (2004) ‚Mechanische Verfahrenstechnik‘, Wiley-VCH
W. Hemming und W. Wagner (2007) ‚Verfahrenstechnik‘, Vogel Business Media
P. Grassmann; F. Widmer und H. Sinn (1996) ‚Einführung in die thermische Verfahrenstechnik‘, 3. Auflage, de Gruyter
K. Schwister (2010) ‚Taschenbuch der Verfahrenstechnik‘, 4. Auflage, Carl Hanser Verlag
W. Müller (2007) ‚Mechanische Grundoperationen und ihre Gesetzmäßigkeiten‘, Oldenbourg Wissenschaftsverlag
E. Müller-Erlwein (2007) ‚Chemische Reaktionstechnik‘,Vieweg + Teubner Verlag
G. Emig und E. Klemm (2005) ‚ Technische Chemie: Einführung in die chemische Reaktionstechnik‘, 5. Auflage, Springer