Letzte Änderung : 11.06.2026 13:52:47   


Code:218850
Modul:Prinzipien der Ökologie
Module title:Principles of Ecology
Version:1.0 (07/2016)
letzte Änderung: 17.09.2025
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. rer. nat. Heidger, Christa Maria
C.Heidger@hszg.de

angeboten in den 5 Studiengängen:
Ökologie und Umweltschutz (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2017 (Pflichtmodul)
Ökologie und Umweltschutz (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2020 (Pflichtmodul)
Ökologie und Umweltschutz (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2022 (Pflichtmodul)
Ökologie und Umweltschutz (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2023 (Pflichtmodul)
Umweltwissenschaften (B.Sc.) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul)

Modul läuft im:WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Status:Pflichtmodul
Lehrort:Zittau
Lehrsprache:Deutsch

Workload* in SWS **
Semester
Zeit- std.ECTS-
Pkte
1
2
3
4
5
6
7

V
S
P
W
V
S
P
W
V
S
P
W
V
S
P
W
V
S
P
W
V
S
P
W
V
S
P
W
150
5
4.0
4
0
0
0






*Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden)
**eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche

Selbststudienzeit in h
Angabe gesamt
davon
105
60
Vor- und Nachbereitung LV
30
Vorbereitung Prüfung
15
Sonstiges


Lehr- und Lernformen:Vorlesung


Prüfung(en)
Prüfung Prüfungsleistung als Klausur (PK) 120 min 100.0%



Lerninhalt: 1. Abiotische Umweltfaktoren: Definitionen, Prinzipien zur Wirkung abiotischer Umweltfaktoren, Zonobiome, Wirkungen von Strahlung, Temperatur, Luftfeuchte, Wind, pH-Wert, Salinität, Strömung, Feuer, Bodeneigenschaften, Unterschied Faktoren und Ressourcen, Klassifikation von Ressourcen
2. Biotische Umweltfaktoren: Definitionen, Populationsökologie (Lotka Voltera), Intraspezifische Konkurrenz, Räuber-Beute-Systeme, Interspezifische Konkurrenz , Parasiten, Symbionten, Mutualisten
3. Destruenten: Definitionen, Organismengruppen, Sukzession und Produkte der Abbaustufen beim Abbau von Laubstreu, Besiedlung der Bodenhorizonte durch Destruenten, Lebensraumansprüche ausgewählter Destruenten, Koprophagie, Nekrophagie
4. Lebenszyklen: Definitionen, Einflussgrößen, r- und K- selektierende Habitate, r- und K- Strategen, Trade Offs, Reproduktionskosten, Reproduktionsaufwand
5. Methoden der Datenerfassung und- auswertung: Vegetationsaufnahme, Produktivitätsbestimmung, Zeigerwerte nach Ellenberg, Fangmethoden: Barberfallen, Kescherfänge, Malaise-Falle, Fensterfalle, Photoeklektoren, Berlese-Apparatur,Messniveaus, Datenstruktur, Versuchsplanung, Verteilungstypen von Daten, deskriptive und analytische Statistik

Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen:Darstellen ökologischer Grundprinzipien im Rahmen der Autökologie, erkennen von Zusammenhängen zwischen dem Wirken abiotischer Faktoren und der Verbreitung und der Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften,
interpretatieren und bewerten von Messungen ökologisch relevanter abiotischer Parameter, anwenden der Erkenntnisse zum Einsatz der in der naturschutzfachlichen Praxis zur Beurteilung von Lebensraumqualitäten für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, Zeigerwerte von Organismen fachlich korrekt anzuwenden, zusammenfassen der Populationsdynamik von Tieren und Anwendung derselben im Naturschutz bei der Beurteilung der Entwicklung der Populationen bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Destruenten: beschreiben des Recyclings der organischen Substanz in Ökosystemen, charakterisieren der Stoffkreisläufe und des Energieflusses in Ökosystemen, erkennen der Humusform und des Abbaugrades organischer Substanz, darstellen der Lebenszyklen und transferieren dieses Wissens zur Planung von Naturschutzmaßnahmen, landwirtschaftlichen Anwendungen in der Nützlingszucht oder Schädlingsbekämpfung
korrektes Auswählen von Freilandmethoden und Methoden Datenauswertung: Anwendung der richtigen statistischen Tests, selbständige Planung, Durchführung und Auswertung ökologischer Freilanduntersuchungen
Fachübergreifende Kompetenzen:Nach erfolgreicher Teilnahme an dem Modul sind die Studierenden dazu in der Lage: Wissen aus anderen Fachdisziplinen zu integrieren und mit Komplexität umzugehen, interdisziplinär zu denken, Zusammenhängen zu erkennen, Kenntnisse aus verschiedenen biologischen Bereichen zu integrieren und zum Verständnis und zur Bewertung komplexer Systeme einzusetzen

Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme:keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme:Kenntnisse in Biologie und Systematik

Literatur:Begon, M. (2017): Ökologie, 3. Aufl., Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum

Odum, E.P. (1999): Ökologie, 3. Aufl., Stuttgart: Thieme

Odum, E.P. (1991): Prinzipien der Ökologie, Heidelberg: Spektrum der Wissenschaft

Bick, H. (1998): Grundzüge der Ökologie, 3. Aufl., Stuttgart/Jena u.a.: Fischer

Remmert, H. (1992): Ökologie, 5. Aufl., Berlin/Heidelberg: Springer

Tischler, W. (1993): Einführung in die Ökologie, 4. Aufl., Stuttgart: Fischer

Mühlenberg, M. (1993): Freilandökologie, 3. Aufl., Heidelberg: Quelle und Meyer

Zöfel, P. (1992): Statistik in der Praxis, 3. Aufl., Stuttgart/Jena: Fischer