
| Studiengänge >> International Business Management (Berufsbegleitender Studiengang) 2019 M.A. >> Pflegewissenschaften mit Praxisprojekt II: Fallbeispiel |
| Code: | 234000 |
| Modul: | Pflegewissenschaften mit Praxisprojekt II: Fallbeispiel |
| Module title: | Nursing Sciences with Practical Project II: Case Study |
| Version: | 1.0 (06/2017) |
| letzte Änderung: | 25.07.2026 |
| Modulverantwortliche/r: | M.A. Wauer, Zonja-Stefania Zonja-Stefania.Wauer@hszg.de |
Dipl.-Kffr. Langschwager, Solvig S.Langschwager@hszg.de | |
MSc Kocher, Christoph christoph.kocher@gmail.com | |
| angeboten in den 3 Studiengängen: | International Business Management (Berufsbegleitender Studiengang) (M.A.) gültig ab Matrikel 2019 (Pflichtmodul (Vertiefung)) | International Business Management (Berufsbegleitender Studiengang) (M.A.) gültig ab Matrikel 2023 (Pflichtmodul (Vertiefung)) | International Business Management (Berufsbegleitender Studiengang) (M.A.) gültig ab Matrikel 2026 (Pflichtmodul (Vertiefung)) |
| Modul läuft im: | SoSe+WiSe (Sommer- und Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Master |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Status: | Pflichtmodul (Vertiefung) |
| Lehrort: | Österreich |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Workload* in | SWS ** | |||||||||||||||||||||||||
| Zeit- std. | ECTS- Pkte |
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| * | Gesamtarbeitsaufwand pro Modul (1 ECTS-Punkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden) |
| ** | eine Semesterwochenstunde (SWS) entspricht 45 Minuten pro Woche |
| Selbststudienzeit in h | ||||
Vor- und Nachbereitung LV |
Vorbereitung Prüfung |
Sonstiges |
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| Lehr- und Lernformen: | Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von • seminaristische Vorlesungen • Fallstudien • Literatur- und Datenanalysen • Prozess- und Qualitätsworkshops • Planspiele • Gruppenarbeiten • Gastvorträge • Projektwerkstätten • Projektkonsultationen • Präsentationen und Reflexionen |
| Hinweise: | Der Workload von 20 Stunden "sonstige" entfällt auf individuelle Konsultationen im Zuge der Bearbeitung der Fallstudie (Praxisprojekt II). |
| Prüfung(en) | |||
| Prüfung | Prüfungsleistung als Klausur (PK) | 90 min | 100.0% |
| Lerninhalt: |
1. Grundlagen der Pflegewissenschaft • Gegenstand und Entwicklung der Pflegewissenschaft • Pflegebedürftigkeit und Pflegebedarf • Pflegeprozess und Pflegediagnostik • Pflege- und Versorgungstheorien • evidenzbasierte Pflege • Professionalisierung und Akademisierung 2. Pflegesystem in Österreich • ambulante, mobile und stationäre Pflege • Akut-, Langzeit- und Übergangspflege • Gesundheits- und Krankenpflegeberufe • Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz • 24-Stunden-Betreuung • Pflegegeld und Pflegefonds • Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden Die berufsrechtlichen Kompetenzen der österreichischen Pflegeberufe ergeben sich insbesondere aus dem jeweils aktuellen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. 3. Demografie und Versorgungsbedarf • Alterung und Multimorbidität • regionale Pflegebedarfe • Entwicklung der Langzeitpflege • Versorgungsplanung • soziale Ungleichheit • Pflege in urbanen und ländlichen Räumen • internationale Entwicklungen Aktuelle Daten zu mobilen, stationären und weiteren Betreuungs- und Pflegediensten stellt die Pflegedienstleistungsstatistik von Statistik Austria bereit. (STATISTIK AUSTRIA) 4. Pflegemanagement und Organisation • Aufbau- und Ablauforganisation • strategisches Pflegemanagement • Prozess- und Schnittstellenmanagement • Personaleinsatzplanung • Pflegepersonalbemessung • Skill-Grade-Mix • wirtschaftliche Steuerung • Kennzahlen und Pflegecontrolling 5. Personal und Leadership • Fachkräftegewinnung und -bindung • Arbeitsbedingungen und Dienstplangestaltung • gesundheitsorientierte Führung • Personal- und Kompetenzentwicklung • interkulturelle Teams • internationale Personalgewinnung • Mitarbeiterpartizipation • Umgang mit Belastung und Moral Distress 6. Qualität und Patientensicherheit • Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität • Qualitätsindikatoren • Pflegevisiten und Audits • Risiko- und Fehlermanagement • evidenzbasierte Standards • Beschwerde- und Feedbackmanagement • Ergebnis- und Wirkungsmessung • kontinuierliche Verbesserung 7. Digitalisierung und künstliche Intelligenz • elektronische Pflegedokumentation • digitale Pflegeplanung • Telepflege und Telemonitoring • Sensorik und Assistenzsysteme • Robotik und intelligente Hilfsmittel • KI-gestützte Entscheidungsunterstützung • Datenqualität und Interoperabilität • Datenschutz und digitale Ethik 8. Neue Pflege- und Versorgungsmodelle • Community Nursing • Advanced Practice Nursing • Case und Care Management • integrierte Versorgung • quartiersbezogene Pflege • betreutes und altersgerechtes Wohnen • mobile und aufsuchende Angebote • Prävention und Gesundheitsförderung 9. Geriatrie, Demenz und Palliative Care • altersbezogene Gesundheitsveränderungen • Multimorbidität und Polypharmazie • Demenzversorgung • personenzentrierte Pflege • Angehörigenarbeit • Hospiz- und Palliativversorgung • Autonomie und Lebensqualität • ethische Entscheidungssituationen 10. Angehörige und informelle Pflege • Rolle pflegender Angehöriger • Beratung und Schulung • Vereinbarkeit von Pflege und Beruf • Belastungs- und Entlastungsangebote • Selbsthilfe und Ehrenamt • Angehörigenpartizipation • Qualitätssicherung häuslicher Pflege • soziale Netzwerke 11. Nachhaltigkeit und Resilienz • klimaresiliente Pflegeeinrichtungen • Hitze- und Notfallmanagement • Krisen- und Katastrophenplanung • Energie- und Ressourcenmanagement • nachhaltige Beschaffung • Mobilität mobiler Dienste • Resilienz von Organisationen • Schutz vulnerabler Gruppen 12. Praxisprojekt: Fallbeispiel Bearbeitung eines Managementproblems aus einer Pflegeeinrichtung oder einem regionalen Versorgungssystem, beispielsweise: • Personalbindung in einer Pflegeeinrichtung • Einführung eines Skill-Grade-Mix • Implementierung von Community Nursing • Digitalisierung der Pflegedokumentation • Verbesserung des Entlassungsmanagements • Entwicklung eines Demenzkonzepts • Qualitätsmanagement in der mobilen Pflege • Hitzeschutz in einer Pflegeeinrichtung Das Fallbeispiel umfasst: • Problemdefinition • Literatur- und Datenanalyse • Stakeholderanalyse • Prozess- oder Qualitätsanalyse • Bewertung von Handlungsalternativen • Entwicklung eines Umsetzungskonzepts • Kennzahlen zur Erfolgskontrolle • kritische Reflexion |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Nach erfolgreichem Abschluss sind die Studierenden in der Lage, • Strukturen und Entwicklungen der Pflegeversorgung zu analysieren; • Pflegebedarfe anhand aktueller Daten zu beurteilen; • österreichische Versorgungsmodelle zu vergleichen; • Pflegeprozesse und Schnittstellen zu evaluieren; • wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu bewerten; • Personal- und Qualifikationsbedarfe zu ermitteln; • Skill-Grade-Mix-Modelle zu konzipieren; • digitale Pflegeanwendungen zu beurteilen; • Qualitäts- und Sicherheitsrisiken zu identifizieren; • innovative Versorgungskonzepte zu entwickeln; • Umsetzungsmaßnahmen und Kennzahlen zu definieren; • Managemententscheidungen wissenschaftlich zu begründen und zu verteidigen. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Die Studierenden sind nach erfolgreichem Abschluss des Moduls in der Lage, • komplexe Versorgungssituationen zu strukturieren; • unterschiedliche Stakeholderperspektiven zu integrieren; • ethische Zielkonflikte zu reflektieren; • in interprofessionellen Teams zu kooperieren; • Projekte selbstständig zu planen; • wissenschaftliche Datenbanken effizient zu nutzen; • Ergebnisse adressatengerecht zu kommunizieren; • Veränderungsprozesse konstruktiv zu gestalten. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | • Grundlagen des Gesundheitswesens • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre • wissenschaftliches Arbeiten • Grundkenntnisse in Personal- und Qualitätsmanagement • Grundverständnis pflegerischer Versorgungsprozesse |
| Literatur: | Grundlegende Fachliteratur • Schwinger, A.; Kuhlmey, A.; Greß, S.; Klauber, J.; Jacobs, K.; Behrendt, S. (Hrsg.) (2024): Pflege-Report 2024. Ankunft der Babyboomer: Herausforderungen für die Pflege. Springer, Berlin/Heidelberg. • Swoboda, W.; Seifert, N. (Hrsg.) (2024): Digitale Innovationen in der Pflege. Springer, Berlin/Heidelberg. • Teigeler, B.; Müller, B. (Hrsg.) (2024): Qualifikationsmix in der Pflege. Best Practice im Pflegemanagement. Hogrefe, Bern. • Evers, A.; Pohlmann, M. (Hrsg.) (2025): Personalbemessung in der Pflege. Zwischen Gesetz und Gestaltungsraum. Kohlhammer, Stuttgart. • Goller, E.; Scharrer, C. (Hrsg.) (2025): Berufsfeldentwicklung Pflege. Gesundheitsversorgung sichern, Profession gestalten. Kohlhammer, Stuttgart. • Röhrßen, T.; Oldhafer, M. (2025): Leadership Pflege. Evidenzbasierte Führung in der Praxis. Kohlhammer, Stuttgart. • Rudolph, P. (2025): Neue Leadership-Ansätze in der Pflege. Personalführung, Patienten- und Kundenmanagement erfolgreich umsetzen. Springer Gabler, Wiesbaden. • Müller, H. E. (2025): Das Qualifikationsprofil der Community (Health) Nurse. Chancen und Herausforderungen auf kommunaler Ebene in Österreich. Springer VS, Wiesbaden. • Richter, M. T.; Owusu-Boakye, S. (Hrsg.) (2025): Diskriminierung in der Pflege. Fallbeispiele und Handlungsempfehlungen für eine diskriminierungssensible Pflege. Kohlhammer, Stuttgart. Österreichische Berichte und Strategien • Sozialministerium (2025): Österreichischer Pflegevorsorgebericht 2024. • Rappold, E. et al. (2024): Pflegepersonalprognose – Update bis 2050. Gesundheit Österreich GmbH. • Sozialministerium/GÖG (2025): Österreichischer Demenzbericht 2025. • GÖG (2025): Klimawandel und Langzeitpflege. • GÖG (2025): Gesundheit älterer Menschen in Österreich. • Statistik Austria: aktuelle Pflegedienstleistungsstatistik. • Republik Österreich: aktuelles Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. Ergänzend werden aktuelle Beiträge aus Pflege, Pflegewissenschaft, Journal of Advanced Nursing, International Journal of Nursing Studies, BMC Nursing und Journal of Nursing Management zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. |