
| Code: | 115900 |
| Modul: | Freizeit- und Kulturwissenschaft II (inkl. AWG) |
| Module title: | Leisure and Cultural Sciences II (incl. Topics in Humanities) |
| Version: | 1.0 (12/2008) |
| letzte Änderung: | 13.02.2020 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina M.Zschocke@hszg.de |
| Prof. Dr.-Ing. Hildebrandt, Jakob Jakob.Hildebrandt@hszg.de | |
| Modul läuft im: | WiSe (Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Görlitz |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Gesamtworkload in h | 150 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
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| Selbststudienzeit in h |
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| Prüfung(en) | ||||
| Prüfungsvorleistung: | Prüfungsvorleistung als Beleg (VB) | |||
| Prüfung: | mündliche Prüfungsleistung (PM) | 20 min | 100.0% | |
| Lehr- und Lernformen: | Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von Vorlesungen und Seminaren. Zur Vertiefung des in den Vorlesungen erworbenen Wissens dienen begleitende Übungen. |
| Hinweise: | Die Unit B Ökologische Grundbildung findet teilweise als Fachexkursion statt. Die Fachexkursion wird in den Lehrveranstaltungszeitraum eingeordnet. |
| Lehrinhalte: | A: Freizeit- und Tourismusfolgenabschätzung Die Zukunft gehört einem nachhaltigen Qualitätstourismus. Dieser ist ökonomisch ergiebig, sozialverträglich und umweltfreundlich. Dazu gehört die Vermittlung der Erkenntnis des Widerspruchs zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wie auch die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen ökologischer Erkenntnisse und freizeitpädagogischer Erziehung zum Ausprägen, Vertiefen und Bereichern innovativer Fähigkeiten und persönlicher Initiativen. Der Übungsteil und die Exkursion umfassen ein Praktikum in dem ökonomische, ökologische und sozialverträgliche Konzepte und Produkte entwickelt und erprobt werden können. B: Ökologische Grundbildung Welchen Einfluss haben die zunehmenden touristischen Aktivitäten auf Fora, Fauna, Biotope und das allgemeine Landschaftsbild? Welche Schäden und sogar Verluste für Naturausstattung und wirtschaftliche (touristische) Nutzung bewirkt Übernutzung? Wie kann man diese Probleme lösen? Definitionen von Ökologie; historische Aspekte (seit der Antike); Rolle der abiotischen wie biotischen einschließlich der innerartlichen Faktoren auf Aut-, Dem- und Synökologie; Formulierung von z. T. divergierenden Maßnahmen auf Basis dieser unterschiedlichen Abstraktionsstufen; Darstellung offener wie geschlossenen Kreisläufe am Beispiel aquatischer Systeme; Belastbarkeit durch Entnahme und Deponie; Statik – Sukzession – Klimaxstadien; Schlussfolgerungen aus der Endlichkeit der Ressourcen bei wachsendem Bevölkerungsdruck; Politische Relevanz (Ökologie – Ökonomie – nationale wie internationale Verträge – militärische Konflikte); Klima – Wasser – Energie – Welternährung; ethische Dimension; Erziehung und Bildung, Bedeutung der Nachhaltigkeit. (inkl. einer freiwilligen Exkursion) C: Interkulturalität und Tourismusethik Kultur, Kulturstandards, Management und interkulturelle Kommunikation, Interkulturelle Konflikte, soziale und politische Konfliktebenen, religiöse Differenzen, geschlechterspezifische Wahrnehmungsunterschiede. Wahrnehmungsbilder (Assoziation zu fremde Kulturen) Anwaltsfunktion für eine bestimmte Kultur, Erkundung von Kommunikationsstandards; Was wird als fremd empfunden? Religiöse und soziale Einflüsse in Kommunikationssituationen. Soziale Verantwortung im Tourismus am Beispiel „Sextourismus“ und seiner sozialen und kulturellen Unverträglichkeit. Verhaltenskodex der Reisebranche zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung an Hand des Global Code of Ethics der WTO reflektiert |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | A: Die Anwendung der Produktlinienanalyse, die konsequent die Sichtweise von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in sich befähigt zur Erkenntnis fachübergreifende Zusammenhänge, sowie die Verbindung mit Praktikum, Projekten und Exkursion die Umsetzung touristischer Produkte praktisch erfahrbar macht. So wird aus der Vokabel der „Ganzheitlichkeit“ ein Lernfeld von theorie-praktischer Umsetzung. B: Wahrnehmung, Verständnis und Kommunikation kausaler Zusammenhänge zwischen ökologisch-umweltschutzbezogenen Prozessen und sozioökonomischem Handeln. Verständnis entsprechender Fachliteratur und medialer Berichterstattung; Entscheidungskompetenz bezüglich umweltschutzbezogener Fragestellungen in der betrieblichen Praxis C: Vertiefte Reflexion über sich selbst und andere unter Berücksichtigung kultureller Muster und Prägungen Angemessener Umgang mit Menschen fremder Kulturkreise durch Interesse und Öffnung für fremde Kulturen |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Motivation zur aktiven Gestaltung von Lösungsansätzen für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensformen; Wahrnehmung individueller Verantwortung im Rahmen späterer beruflicher Aufgaben. Selbstständige geistige Orientierung, selbstkritische Reflexion, interdisziplinäres Denken und Handeln, Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit auf kulturellem/künstlerischem Gebiet, soziale Kompetenz, Handeln nach den Grundsätzen von Achtung, Toleranz und Verantwortung. Motivation zur aktiven Gestaltung fremder Situationen Das „Ganzheitliches Denken“, führt zu einer Grunddisposition „das Leben“ in seinen Zusammenhängen zu erkennen. Hier wird die Kompetenz vermittelt nicht nur zu analysieren, sondern die Synthese anzuwenden. Durch die Reflexion der eigenen Branche an Hand eines neuralgischen Themas wie das der „Sexuellen Ausbeutung von Kindern“ wird sowohl Problembewusstsein geschaffen wie auch Konfliktlösungs-Strategien erarbeitet und die persönliche Entscheidungskompetenz herausgebildet. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Literatur: | Projektgruppe Ökologische Wirtschaft (Hrsg.), Produktlinienanalyse. Bedürfnisse, Produkte und ihre Folgen, Köln, 1987 Krippendorf, J., Der Ferienmensch, Zürich, 1984 Bick H. (1995) Ökologie: Grundlagen, terrestrische und aquatische Ökosysteme, angewandte Aspekte, 2. Auflg., Fischer Verlag Meadow D., Die Grenzen des Wachstums, Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Stuttgart Hofstede, G. (1993). Interkulturelle Zusammenarbeit. Kulturen – Organisationen – Management. Wiesbaden Oberste-Lehn, H., Wende, W. (Hrsg.): Handbuch Internationale Jugendarbeit, Interkulturelles Lernen, Düsseldorf, 1989 Freyer, W., Ganzheitlicher Tourismus, Dresden, 2000 http://www.world-tourism.org/code_ethics/engl.html |