Letzte Änderung : 10.04.2026 14:05:09   



Modulausgabe

Code: 309850
Modul: Edukation, Anleitung und Beratung in der Pflege
Module title: Education, Guidance and Counseling in Nursing Care
Version: 2.0 (01/2025)
letzte Änderung: 23.04.2025
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Heese, Renate
Renate.Heese@hszg.de

wird angeboten im Studiengang:Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul)

Modul läuft im: WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 4
Gesamtworkload in h 120

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
4
4
Vorlesung
0
Seminar/Übung
0
Praktikum
0
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
75
25
Vorb. LV
50
Vorb. Prüfung
0
Sonstiges


Prüfung(en)
Prüfung:Staatliche Prüfung Prüfungsleistung als Laborarbeit (PL)
 - 
100.0%



Lehr- und Lernformen:Präsenzstudium: seminaristische Vorlesungen, Textarbeit, Recherche, Reflexionsaufgaben, Auswertung von Dokumenten

Selbststudium: begleitendes selbständiges Literaturstudium, Recherche, Portfolio, Lehr-Lernplattform OPAL

Hinweise: Staatliche Prüfung: Mündliche Prüfung

Mündliche Prüfung (PM) erfolgt in Zweier-Gruppen und dauert pro Student 30 bis max. 45 Minuten; es ist die mündliche Prüfung für die Berufszulassung gem. PflAPrV § 36. Überprüft werden neben der Fachkompetenz, die zur Ausübung des Berufs erforderliche personale Kompetenz einschließlich der Sozialkompetenz und der Selbständigkeit, ferner die Reflexion und Begründung des eigenen Handelns auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen geprüft.
Die mündliche Prüfung schließt das nach §36 Absatz 2 PflAPrV zugeordnete Modul ab.

Lehrinhalte: 1. Grundlagen der Pädagogik/Erziehungswissenschaft in der Pflege
• Grundlagen und Grundbegriffe der Pädagogik wie Erziehung, Bildung, Lernen, Beratung
• Interkulturalität und Diversität
• Pädagogische Settings und Zielgruppen (Angehörige, Pflegebedürftige, Beschäftige)
• Edukative Ansätze in der häuslichen und
stationären Pflege sowie der Langzeitpflege
• Einführung in die Gesundheitspädagogik und die gesundheitspädagogischen Handlungs-felder
• Didaktik und Methodik
Konzeption von (Mikro-) Schulungen und Trainings

2. Einführung in die Praxisanleitung und -begleitung in der Pflege
• Pädagogische Konzepte und Methoden der Anleitung
• Didaktische (Ablauf-)Planung, Durchführung und Reflexion von Anleitung unter Berücksichtigung der Zielgruppen und des Settings, Analyse der Rahmenbedingungen, Briefing und Debriefing
• Anleitung im Sim-/SkillsLab
• Modelle und Konzepte der Kommunikation, u.a. Feedbackgespräche

3. Einführung in die pädagogische Beurteilung und Kompetenzmessung

4. Grundlagen der Beratung in der Pflege
a) Beratungsmodelle und -konzepte
• u.a. Fünf-Phasen-Modell der Beratungsgestaltung (Vorbereitung des Erstgesprächs, Situationsklärung/Auftragsklärung, Problemanalyse, Lösungs-Varianten, Abschluss einschl. Dokumentation, Evaluation)
• Kollegiale Fallberatung
b) Beratungssettings und -formate
• u.a. Beratung der zu Pflegenden in allen Lebensaltern und ihren Angehörigen, Beratung von MitarbeiterInnen und Teams, Telefonberatung und mittels IT
c) Ethische Aspekte der Beratung
e) Qualitätsentwicklung in der Beratung
Einführung in Kooperationen
• Kooperationen in der Beratung wie bspw. Pflegestützpunkte, Familienplanungszentren, Soziale Beratungsstellen etc.


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: Die Studierenden
• kennen die Grundzüge der edukativen Ausrichtung der Profession Pflege mit dem Fokus auf Autonomie- und Kompetenzförderung
• kennen die Grundbegriffe und Ziele der Pädagogik und können diese Begriffe in ihrer Bedeutung für Pflegehandeln beschreiben und interpretieren
• können (Mikro-)Schulungen und Trainings auf Grundlage didaktischer Konzepte und Modelle konzipieren, planen, umsetzen und bewerten
• können grundlegende Lehr-Lerntheorien und deren Funktion im Kontext edukativen Pflegehandelns wiedergeben
• sind sensibilisiert für die Interkulturalität und Diversität sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen im pädagogischen Handeln
• können die verschiedene Organisationsformen von Anleitung beschreiben
• kennen pädagogische Konzepte und Methoden der Anleitung einschl. der Prozessmodelle und können diese
zielgruppenorientiert und settingsabhängig anwenden und bewerten
• können zur Förderung des Lernens geeignete didaktische Methoden anwenden
• schätzen die Kompetenzen der anzuleitenden Personen und können diese erfassen
• können auf einschlägige Kommunikations- und Beratungsmodelle zur Gestaltung des Anleitungsprozesses zurückgreifen und diese situationsabhängig anwenden, z. B. im Rahmen des Debriefings
• sind sensibilisiert für den Umgang mit zu pflegenden Menschen im Rahmen einer Anleitung
• binden das soziale Umfeld, das Pflegeteam sowie weitere Berufsgruppen, wie z. B. Physiotherapeuten, in den Anleitungsprozess mit ein
• haben ein vertieftes Verständnis für Beratungshandeln als Aufgabe für Pflegende entwickelt und haben ihre eigene Grundhalten gegenüber Beratung reflektiert
• sind sensibilisiert für die vielfältigen Beratungsanlässe in der Pflege und
• können Beratungsbedarfe erkennen, analysieren, bewerten
• kennen verschiedene Beratungsmodelle und -konzepte
• können professionelle, situationsangepasste Beratungsgespräche führen
• können zielgerichtete Beratungsangebote unter Rückgriff auf Beratungskonzepte und -modelle entwickeln und umsetzen
• haben gelernt zwischen den eigenen und den Zielen der Ratsuchenden zu differenzieren
• tolerieren die Unsicherheit bzgl. der Ergebnisse eines Beratungsgesprächs
• kennen Instrumente der Qualitätsentwicklung in der Beratung
Fachübergreifende Kompetenzen: Die Studierenden
• sind sensibilisiert für die Pädagogik als Gegenstand des Alltagshandelns und können hieraus auch persönliche Konsequenzen ziehen
• können konstruktiv individuell und/oder in einer Gruppe Ergebnisse erarbeiten und Maßnahmen und/oder Strategien zu entwickeln
• können den eigenen Arbeitsprozess effektiv organisieren und flexibel auf Veränderungen reagieren und sich den neuen Anforderungen anpassen
• sind in der Lage neue Ideen und Lösungen zu entwickeln
• können interkulturelle Zusammenhänge wiedergeben
• können fachübergreifend denken und handeln
• können sowohl Fachexperten, Lernende (Studierende/Auszubildende) und Laien auf aktuellem Stand von Wissenschaft Probleme, Lösungen sowie zugrundeliegenden Informationen verständlich darlegen
• können in einem interdisziplinären/interkulturellen Kontext in einem Team erfolgreich arbeiten
• sind in der Lage situativ neue Ideen und Lösungen zu entwickeln
• reflektieren auf ihre eigene berufliche Haltung und ihr Handeln im Kontext von Anleitungsprozessen
• haben ihr Professionsselbstverständnis um die pädagogische Kompetenz erweitert und verstehen Pflege auch als pädagogische Profession
• reflektieren ihre berufstheoretischen und -praktischen Standpunkte und sind in der Lage diese gegenüber anderen zu vertreten
• können ihre eigene Haltung und ihr eigenes Handeln kritisch reflektieren
• haben Toleranz gegenüber anderen Bedarfen, Meinungen entwickelt
• können den Transfer von Wissen auf konkrete Handlungssituationen leisten


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: Sprachniveau B2 in Englisch (Abiturniveau) v. a. Lesekompetenz


Literatur: Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben