
| Code: | 301650 |
| Modul: | Palliative Care und transkulturelle Pflege |
| Module title: | Palliative Care and Transcultural Care |
| Version: | 1.0 (05/2024) |
| letzte Änderung: | 23.04.2025 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr. phil. Heese, Renate Renate.Heese@hszg.de |
| N.N., | |
| wird in 2 Studiengängen angeboten: | Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2024 (Pflichtmodul) | Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul) |
| Modul läuft im: | WiSe+SoSe (Winter- und Sommersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Görlitz |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Gesamtworkload in h | 150 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
||||
| Selbststudienzeit in h |
|||||||
| |||||||
| Prüfung(en) | ||||
| Prüfung: | Prüfungsleistung als Referat (PR) | 100.0% | ||
| Lehr- und Lernformen: | Präsenzstudium: seminaristische Vorlesungen, Textarbeit, Recherche, Reflexionsaufgaben, Auswertung von Dokumenten Selbststudium: begleitendes selbständiges Literaturstudium, Recherche, Portfolio, Lehr-Lernplattform OPAL |
| Lehrinhalte: | a) Palliative und Pain Care • Palliative und Pain Care in Theorie und Praxis einschl. Geschichte der Hospizbewegung • Organisationsformen von Palliative Care und Pain Care als interdisziplinäre Aufgabe, u.a. spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), Hospize, Integrierter Versorgung • Pflegediagnostik und Pflegeprozessplanung unter Berücksichtigung der Phänomene die bei onkologischen Erkrankungen auftreten, z.B. Schmerzen, Begleiterscheinungen der Chemotherapie und Bestrahlung, z.B. Übelkeit, Hautveränderungen sowie mit Bezug zur kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase • Pflegediagnosen bei Therapiezieländerung und Symptomfokussierung: chronische Schmerzen, Obstipation, Übelkeit und Erbrechen, Mundschleimhautprobleme, Fatigue, Atemnot • Prä-, peri- und postoperative Pflege bei umfangreichen kurativen und palliativen Eingriffen, z.B. Wundmanagement gemäß Expertenstandard • Institutionenübergreifende Gewährleistung von medika-mentösen und nicht-medikamentösen Therapieschemata, z.B. Schmerzmanagement • multiprofessionelle Versorgungsgestaltung für Menschen mit onkologischen Erkrankungen, z.B. Rehabilitation, Family Health Nursing, Community Health Nursing • Palliative, Hospiz und Pain Care unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes einschl. Diversity (Psychosoziale, kulturelle und spirituelle Aspekte) in Bezug auf Tod und Sterben in einer pluralen, multikulturellen Gesellschaft, Spiritualität und Sinnsuche • Ausgewählte pflegerische Aspekte in palliativen Situationen sowie Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und Therapie: - Pflegeinterventionen im Zusammenhang mit therapeutischen Interventionen: Operationen, Strahlentherapie, Chemotherapie • psychosoziale Begleitung von Menschen mit onkologischen Erkrankungen und ihren Angehörigen • Gesundheits-, alters- und entwicklungsbedingte Bearbeitungs- bzw. Bewältigungsphänomene, v.a. in lebensbedrohenden Situationen: Veränderungspotenziale, Widerstandsfaktoren, Umstellung von Lebensplänen, Coping/unwirksames Coping/Bereitschaft zum Coping • Pflege Sterbender in verschiedenes Setting b) Transkulturelle Pflege • Pflegetheoretische Annäherung (Leininger) • sozialkulturelle und gesellschaftlicher Aspekte • Annäherung an die Themenbereiche Tod, Abschied und Trauer im Kontext von Individualisierung, Pluralisierung und Multikulturalität • Spiritualität und Spiritual Care • Biografiearbeit |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Die Studierenden • können die Geschichte, das Selbstverständnis und die Aufgabenschwerpunkte von Palliative Care und End-of-Life-Care erklären sowie Grundlagen der Pain Care darlegen • können physische, psychische und soziale Zusammenhänge bei lebensbedrohlichen oder limitierenden Erkrankungen und deren Symptome herzustellen und erläutern • sind in der Lage Pflegediagnosen und -prozessplanung im Zusammenhang mit Palliative Care und End-of-Life-Care durchzuführen, zu erklären und zu bewerten • beziehen in die Planung wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein und können auf dieser Basis ihr Handeln reflektieren • können palliative Versorgungsangebote und rechtliche Rahmenbedingungen darlegen • können zielgerichtet für Palliative Care und End-of-Life-Care relevante Informationen bei den zu pflegenden Menschen erheben • können fallbasiert individuelle Pflegepläne für komplexe und hochkomplexe Pflegesituationen und -anlässe erarbeiten und hierbei psychosoziale, biografische und spirituelle Bedürfnisse beachten • können Pflegeinterventionen entsprechend der festgestellten Pflegebedarfe durchführen, evaluieren und dokumentieren • können mit den spezifischen Bedürfnissen von Menschen bei Verlust und Trauer sensibel umgehen und diese anerkennen, akzeptieren und Unterstützung bei der Bewältigung und Verarbeitung bieten • sind in der Lage proaktiv den Kontakt zu den behandelnden Pharma¬kologen im interprofessionellen Behandlungsteam zu suchen, um ein sicheres und effektives Medikamenten¬management zu gewährleisten • kennen verschiedene kulturelle und religiöse Rituale • können schwerstkranke und sterbende Menschen begleiten sowie deren spezifische Bedürfnisse auch in kultureller und religiöser Hinsicht respektieren • können bei der Unterstützung von Angehörigen zur Bewältigung und Verarbeitung von Verlust und Trauer mitzuwirken • sind sich vertieft der ethischen Herausforderungen von lebenslimitierenden Situationen bewusst und können mit diesen umgehen bzw. Unterstützungsmaßnahmen einleiten, z. B. kollegiale Fallberatung |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Die Studierenden • sind in der Lage eigene Über- oder Unterforderungen frühzeitig wahrzunehmen, notwendige Veränderungen am Arbeitsplatz und/oder des eigenen Kompetenzprofils zu erkennen und daraus entsprechende Handlungsinitiativen zu entwickeln • sind in der Lage die Folgen ihrer fachlichen Entscheidungen und die Konsequenzen ihrer Umsetzung für Mensch und Umwelt zu beurteilen • sind in der Lage ihre Aufgaben sorgfältig und strukturiert unter Beachtung der Qualitätsstandards des Fachgebietes Pflege auszuführen • sind in der Lage fachliches und überfachliches Wissen in ihr Handeln zu integrieren und mit Komplexität umzugehen • sind in der Lage fächerübergreifend zu denken und zu handeln • sind in der Lage selbstständig Transferleistungen herzustellen • sind sensibilisiert für Stereotypisierungen • sind in der Lage Diversität und Multikulturalität zu verstehen und wertzuschätzen • sind offen für neue Perspektiven in der Pflege |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | Sprachniveau B2 in Englisch (Abiturniveau) v. a. Lesekompetenz |
| Literatur: | Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben |