Letzte Änderung : 14.04.2026 13:42:01   



Modulausgabe

Code: 301100
Modul: Grundlagen der Kommunikation in der Pflege sowie der Professionspsychologie und -soziologie
Module title: Fundamentals of Communication in Nursing as well as Professional Psychology and Sociology
Version: 1.0 (05/2024)
letzte Änderung: 02.12.2024
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Heese, Renate
Renate.Heese@hszg.de

wird in 2 Studiengängen angeboten: Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2024 (Pflichtmodul)
Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul)

Modul läuft im: SoSe (Sommersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 5
Gesamtworkload in h 150

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
5
5
Vorlesung
0
Seminar/Übung
0
Praktikum
0
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
94
54
Vorb. LV
40
Vorb. Prüfung
0
Sonstiges


Prüfung(en)
Prüfung: Prüfungsleistung als Referat (PR)
 - 
100.0%



Lehr- und Lernformen:Präsenzstudium:

Seminaristische Vorlesung, Analyse von Praxisfällen, praktischen Übungen, teilweise im Sim-/SkillsLab (Fallstudien)

Selbststudium: begleitendes selbständiges Literaturstudium, Flipped Classroom, Portfolio, Lehr-Lernplattform OPAL

Lehrinhalte: A. Kommunikation in der Pflege
a) Grundlagen der Kommunikation in der Pflege
• Gestaltung von Gesprächen mit verschiedenen Zielgruppen, z. B. Patienten, Angehörige, Mitarbeiter
• Kommunikationsmodelle, u.a. Kommunikationsquadrat, fünf Axiome der Kommunikation
• ausgewählte Gesprächstechniken, u.a. non-verbale Kommunikation, Aktives Zuhören, Fragetechniken, Feedback

b) kultur- und geschlechtersensible Kommunikation
• kultursensible Kommunikation
• geschlechtersensible Kommunikation

c) Spezifische Gesprächsformate im Pflegeprozess
- Pflegeaufnahmegespräch, -anamnese, Pflegevisite
- herausfordernde Gesprächsformate für Pflegende, u. a. Kommunikation mit an Demenz Erkrankten, Konflikt- und Kritikgespräch, Kommunikation im Zusammenhang mit Angst, Trauer, Beschwerden.
- Gesprächsführung bei Menschen mit Beeinträchtigungen:
o Seh-, Hör-, Sprech- und Sprachvermögen und
o Sprachverständnis
o Kognitive Leistungsfähigkeit
- Teambesprechung, Telefonkommunikation


B. Grundlagen der Professionspsychologie
1. Grundlagen der Psychologie
• Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
• Emotion und Motivation
• Lernen und Gedächtnis
2. Entwicklung und Lebensspanne
• Entwicklungspsychologie
• Alter und Altern
3. Gesundheit und Krankheit
• Stress und Stressbewältigung
• Psychische Gesundheit und Krankheit
• Krankheitsverarbeitung (Coping)
4. Kommunikation und Interaktion
• Pflege-Patient-Kommunikation
• Therapeutische Beziehung
5. Verhalten und Prävention
• Gesundheitsverhalten
• Verhaltensänderung
6. Psychologische Methoden und Diagnostik
• Psychometrie
• Interview- und Befragungstechniken
7. Besonderheiten bei speziellen Patientengruppen
• Kinder und Jugendliche
• Ältere Patienten
• Patienten mit psychischen Erkrankungen
8. Psychosoziale Aspekte in der Pflege
• Psychische Belastung von Pflegenden
• Sterben, Tod und Trauer

C. Grundlagen der Professionssoziologie
1. Grundlagen der Soziologie
• Begriffe und Konzepte
• Sozialisation
• Soziale Ungleichheit
2. Soziale Determinanten von Gesundheit und Krankheit
• Sozioökonomische Faktoren
• Lebensstil und Gesundheit
• Wohn- und Umweltbedingungen
3. Gesundheit und Gesellschaft
• Krankheits- und Gesundheitsbegriffe
• Stigmatisierung und Krankheit
• Gesundheitssoziologie
4. Gesundheitssysteme und Versorgung
• Strukturen des Gesundheitssystems
• Rollen von Akteuren im Gesundheitssystem
• Zugang zur medizinischen Versorgung und pflegerischen Betreuung
5. Epidemiologie und Bevölkerungsmedizin
• Soziale Epidemiologie
• Gesundheitsförderung und Prävention
6. Pflege-Patient-Interaktion aus soziologischer Perspektive
• Kommunikation
• Patientenrollen
• Compliance und Adhärenz
7. Besondere Patientengruppen und Soziologie der Gesundheit
• Migration und Gesundheit
• Gesundheit im Alter
• Kinder und Jugendliche
8. Beruf und Gesundheit
• Arbeitssoziologie
• Stress und Burnout
9. Methoden der Soziologie
• Soziologische Forschungsansätze
• Datenerhebung und Analyse


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: A. Grundlagen der Kommunikation in der Pflege
Die Studierenden
• haben ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung gelingender Kommunikation in der Pflege entwickelt
• sind in der Lage Kommunikationsprozesse unter gesundheits- und altersabhängigen Aspekten sowie Diversity zu analysieren und geeignete Maßnahmen anzuwenden
• können Kommunikationssituationen in der Pflege und im Pflegeprozess mittels geeigneter Kommunikationsmodelle analysieren sowie professionell gestalten und bewerten
• haben ein vertieftes Verständnis für die Entstehung von Konflikten in der Kommunikation entwickelt und können einer Konflikteskalation entgegensteuern
• sind für die Herausforderungen der verschiedenen Gesprächsformate in der Pflege sensibilisiert und können diese professionell gestalten
• sind in der Lage wertschätzend und aktiv kommunizieren

B. und C. Grundlagen der Professionspsychologie und -soziologie
Die Studierenden
• können die für die Pflege zentralen Grundbegriffe und Theorien der Psychologie und Soziologie beschreiben
• sind in der Lage die pflegerelevanten Kernannahmen der Psychologie und Soziologie reflektiert auf die Handlungsfelder der Pflege zu übertragen sowie situations- und zielgruppengerecht anzuwenden
• können physische Determinanten des Wohlbefindens in Bezug auf Phänomene wie z. B. Übelkeit, Schmerz, beschreiben und hieraus für das Pflegehandeln wichtige Konsequenzen entwickelten
• beschreiben Funktion, Aufgaben, Strategien, Methoden und Grenzen psychologischen Handelns
• sind für die aussagebezogene Reichweite soziologischer und psychologischer Konzepte und Theorien sensibilisiert
• sind in der Lage die relevanten Beiträge der Gesundheitspsychologie zum Thema Gesundheit und Krankheit (z.B. Gesundheitsförderung, Empowerment) zu beschreiben
• haben die psychologischen Konzepte Bewusstsein, Wahrnehmung, Wohlbefinden, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kognition, Selbstkonzept als für die Pflegerelevante Konzepte erkannt und können deren Bedeutung beschreiben und reflektiert begründen
Fachübergreifende Kompetenzen: Die Studierenden
• erkennen ihre Wissensdefizite und erschließen sich bei Bedarf selbstständig neue Informationen zu den Wissensbereichen der Pflege insbesondere zu den Domänen Soziologie und Psychologie
• hinterfragen Konzepte und Theorien anderer Disziplinen auf Basis wissenschaftlichen Arbeitens
• können fächerübergreifend zu denken und zu handeln
• erkennen in die Interdisziplinarität als Möglichkeit das eigene professionelle Handeln zu optimieren und erweitern ihren Handlungsspielraum
• können Wissen integrieren und mit Komplexität umgehen


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: Sprachniveau B2 in Englisch (Abiturniveau) v. a. Lesekompetenz


Literatur: Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben