
| Code: | 301100 |
| Modul: | Grundlagen der Kommunikation in der Pflege sowie der Professionspsychologie und -soziologie |
| Module title: | Fundamentals of Communication in Nursing as well as Professional Psychology and Sociology |
| Version: | 1.0 (05/2024) |
| letzte Änderung: | 02.12.2024 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr. phil. Heese, Renate Renate.Heese@hszg.de |
| wird in 2 Studiengängen angeboten: | Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2024 (Pflichtmodul) | Angewandte Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul) |
| Modul läuft im: | SoSe (Sommersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Görlitz |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Gesamtworkload in h | 150 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
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| Selbststudienzeit in h |
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| Prüfung(en) | ||||
| Prüfung: | Prüfungsleistung als Referat (PR) | 100.0% | ||
| Lehr- und Lernformen: | Präsenzstudium: Seminaristische Vorlesung, Analyse von Praxisfällen, praktischen Übungen, teilweise im Sim-/SkillsLab (Fallstudien) Selbststudium: begleitendes selbständiges Literaturstudium, Flipped Classroom, Portfolio, Lehr-Lernplattform OPAL |
| Lehrinhalte: | A. Kommunikation in der Pflege a) Grundlagen der Kommunikation in der Pflege • Gestaltung von Gesprächen mit verschiedenen Zielgruppen, z. B. Patienten, Angehörige, Mitarbeiter • Kommunikationsmodelle, u.a. Kommunikationsquadrat, fünf Axiome der Kommunikation • ausgewählte Gesprächstechniken, u.a. non-verbale Kommunikation, Aktives Zuhören, Fragetechniken, Feedback b) kultur- und geschlechtersensible Kommunikation • kultursensible Kommunikation • geschlechtersensible Kommunikation c) Spezifische Gesprächsformate im Pflegeprozess - Pflegeaufnahmegespräch, -anamnese, Pflegevisite - herausfordernde Gesprächsformate für Pflegende, u. a. Kommunikation mit an Demenz Erkrankten, Konflikt- und Kritikgespräch, Kommunikation im Zusammenhang mit Angst, Trauer, Beschwerden. - Gesprächsführung bei Menschen mit Beeinträchtigungen: o Seh-, Hör-, Sprech- und Sprachvermögen und o Sprachverständnis o Kognitive Leistungsfähigkeit - Teambesprechung, Telefonkommunikation B. Grundlagen der Professionspsychologie 1. Grundlagen der Psychologie • Wahrnehmung und Aufmerksamkeit • Emotion und Motivation • Lernen und Gedächtnis 2. Entwicklung und Lebensspanne • Entwicklungspsychologie • Alter und Altern 3. Gesundheit und Krankheit • Stress und Stressbewältigung • Psychische Gesundheit und Krankheit • Krankheitsverarbeitung (Coping) 4. Kommunikation und Interaktion • Pflege-Patient-Kommunikation • Therapeutische Beziehung 5. Verhalten und Prävention • Gesundheitsverhalten • Verhaltensänderung 6. Psychologische Methoden und Diagnostik • Psychometrie • Interview- und Befragungstechniken 7. Besonderheiten bei speziellen Patientengruppen • Kinder und Jugendliche • Ältere Patienten • Patienten mit psychischen Erkrankungen 8. Psychosoziale Aspekte in der Pflege • Psychische Belastung von Pflegenden • Sterben, Tod und Trauer C. Grundlagen der Professionssoziologie 1. Grundlagen der Soziologie • Begriffe und Konzepte • Sozialisation • Soziale Ungleichheit 2. Soziale Determinanten von Gesundheit und Krankheit • Sozioökonomische Faktoren • Lebensstil und Gesundheit • Wohn- und Umweltbedingungen 3. Gesundheit und Gesellschaft • Krankheits- und Gesundheitsbegriffe • Stigmatisierung und Krankheit • Gesundheitssoziologie 4. Gesundheitssysteme und Versorgung • Strukturen des Gesundheitssystems • Rollen von Akteuren im Gesundheitssystem • Zugang zur medizinischen Versorgung und pflegerischen Betreuung 5. Epidemiologie und Bevölkerungsmedizin • Soziale Epidemiologie • Gesundheitsförderung und Prävention 6. Pflege-Patient-Interaktion aus soziologischer Perspektive • Kommunikation • Patientenrollen • Compliance und Adhärenz 7. Besondere Patientengruppen und Soziologie der Gesundheit • Migration und Gesundheit • Gesundheit im Alter • Kinder und Jugendliche 8. Beruf und Gesundheit • Arbeitssoziologie • Stress und Burnout 9. Methoden der Soziologie • Soziologische Forschungsansätze • Datenerhebung und Analyse |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | A. Grundlagen der Kommunikation in der Pflege Die Studierenden • haben ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung gelingender Kommunikation in der Pflege entwickelt • sind in der Lage Kommunikationsprozesse unter gesundheits- und altersabhängigen Aspekten sowie Diversity zu analysieren und geeignete Maßnahmen anzuwenden • können Kommunikationssituationen in der Pflege und im Pflegeprozess mittels geeigneter Kommunikationsmodelle analysieren sowie professionell gestalten und bewerten • haben ein vertieftes Verständnis für die Entstehung von Konflikten in der Kommunikation entwickelt und können einer Konflikteskalation entgegensteuern • sind für die Herausforderungen der verschiedenen Gesprächsformate in der Pflege sensibilisiert und können diese professionell gestalten • sind in der Lage wertschätzend und aktiv kommunizieren B. und C. Grundlagen der Professionspsychologie und -soziologie Die Studierenden • können die für die Pflege zentralen Grundbegriffe und Theorien der Psychologie und Soziologie beschreiben • sind in der Lage die pflegerelevanten Kernannahmen der Psychologie und Soziologie reflektiert auf die Handlungsfelder der Pflege zu übertragen sowie situations- und zielgruppengerecht anzuwenden • können physische Determinanten des Wohlbefindens in Bezug auf Phänomene wie z. B. Übelkeit, Schmerz, beschreiben und hieraus für das Pflegehandeln wichtige Konsequenzen entwickelten • beschreiben Funktion, Aufgaben, Strategien, Methoden und Grenzen psychologischen Handelns • sind für die aussagebezogene Reichweite soziologischer und psychologischer Konzepte und Theorien sensibilisiert • sind in der Lage die relevanten Beiträge der Gesundheitspsychologie zum Thema Gesundheit und Krankheit (z.B. Gesundheitsförderung, Empowerment) zu beschreiben • haben die psychologischen Konzepte Bewusstsein, Wahrnehmung, Wohlbefinden, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kognition, Selbstkonzept als für die Pflegerelevante Konzepte erkannt und können deren Bedeutung beschreiben und reflektiert begründen |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Die Studierenden • erkennen ihre Wissensdefizite und erschließen sich bei Bedarf selbstständig neue Informationen zu den Wissensbereichen der Pflege insbesondere zu den Domänen Soziologie und Psychologie • hinterfragen Konzepte und Theorien anderer Disziplinen auf Basis wissenschaftlichen Arbeitens • können fächerübergreifend zu denken und zu handeln • erkennen in die Interdisziplinarität als Möglichkeit das eigene professionelle Handeln zu optimieren und erweitern ihren Handlungsspielraum • können Wissen integrieren und mit Komplexität umgehen |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | Sprachniveau B2 in Englisch (Abiturniveau) v. a. Lesekompetenz |
| Literatur: | Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben |