Letzte Änderung : 12.06.2026 12:41:55   



Modulausgabe

Code: 261150
Modul: Arbeits- und Freizeitgesellschaft
Module title: Work and Leisure in Society
Version: 1.0 (12/2019)
letzte Änderung: 13.12.2022
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina
M.Zschocke@hszg.de

wird angeboten im Studiengang:Tourismusmanagement (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2020 (Pflichtmodul)

Modul läuft im: WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 5
Gesamtworkload in h 150

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
4
2
Vorlesung
1
Seminar/Übung
1
Praktikum
0
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
105
30
Vorb. LV
0
Vorb. Prüfung
75
Sonstiges


Prüfung(en)
Prüfung: Prüfungsleistung als Klausur (PK) 90 min 100.0%



Lehr- und Lernformen:Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von Vorlesungen und Seminaren. Zur Veranschaulichung und Ergänzung des in den Vorlesungen erworbenen Wissens dienen Film- und Interviewausschnitte und wissenschaftliche Texte. Zusätzlich erarbeiten die Studierenden in Kleingruppenarbeit ausgewählte aktuelle freizeitrelevante Themen, die sie analysieren, einordnen und präsentieren. Anschließend werden deren Implikationen für die Gesellschaft diskutiert.

Lehrinhalte: Vermittlung der Grundlagen der Arbeits- und Freizeitgesellschaft.

Beleuchtet werden die Lebens- und Freizeitentwicklung historisch und bis zum 21. Jahrhundert und aktuelle Diskurse um Arbeit und Freizeit in der gegenwärtigen Gesellschaft unter Betrachtung der aktuellen Gesellschaftsmodelle wie Erlebnisgesellschaft (Schulze, Hartmann), Multioptionsgesellschaft (Gross) und Risikogesellschaft (Beck).

Begleitet wird die Vermittlung der Inhalte von einer Einführung in die Freizeitwissenschaft, Freizeitpsychologie und Freizeitsoziologie. Erarbeitet wird empirisches Wissen zu Freizeit in verschiedenen Lebensphasen und –lagen, Freizeiterleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Lebensstilforschung, den Zusammenhang von Freizeit und Lebensqualität und Lebensstil, sowie Freizeitmuster in Bezug auf Medien, Sport, Musik, Kultur/Subkultur und Bildung.

Zusätzlich wird der Bereich Reisen reflektiert, insbesondere Motivation, Reiseerleben, Entwicklungsfaktoren privaten Reiseverhaltens, Reisemotivation (push- und pull-Motive, extrinsische und intrinsische Motivation), Einflußfaktoren der Reiseentscheidung (im Herkunftsland- und Zielraum), wichtige Nachfragetheorien, Soziologische Aspekte und Soziale Differenzierung des Reiseverhaltens, Reisesozialisation und Verhalten auf Reisen /Reiseerleben. Dazu kommen die wichtigsten Reisetypen und Reisenden-Typologien.

Es werden ausgewählte Bereiche von Freizeit in Bezug auf Soziales, Kultur, Bildung und Sport als Inhalte des Freizeitgeschehens seminaristisch erarbeitet.

Flankiert wird das Modul durch Projektarbeit.

Themen der Vorlesungen:

1) Arbeits- und Freizeitgesellschaft: Leben und Arbeiten im 21.Jahrhundert
- Der flexible Mensch: Arbeiten und Leben im 21. Jahrhundert
- Charakteristika des Lebens im 21.Jahrhundert
- Mobilität und Flexibilität
- Risikogesellschaft (Beck)
- Multioptionsgesellschaft (Gross)
- Erlebnisgesellschaft (Schulze, Hartmann)

2) Freizeit und Freizeitverhalten.
DEFINITION UND HISTORISCHER KONTEXT
Der Freizeitbegriff / Etymologie und Begriffsbestimmung
Freizeit im historischen Kontext
Die 4 Zeitzäsuren der Freizeitentwicklung im 20. Jahrhundert

3) Freizeiterleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Empirische Daten zu Freizeit & Freizeitumfang
Freizeitprofile / Freizeittypen

4) Freizeit als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung: Freizeitforschung

Freizeitforschung und Freizeitwissenschaft
Themenbereiche der Freizeitforschung
Empirische Daten (deutsch, angloamerikanisch, mediterraner Sprachraum)
Methoden der Freizeitforschung
Konzepte des Freizeitverhaltens

5) Freizeit in verschiedenen Lebenslagen und Lebensphasen

6) Lebensstilforschung
Einfluss der Persönlichkeit, der Rahmenbedingungen auf den Lebensstil
Sinusmilieus
7) Freizeit und Lebensqualität
Dimensionen der Lebensqualität

Freizeit und Lebensqualität in Deutschland

8) Psychosoziale Komponenten der Freizeit

9) Grundlagen der Reisepsychologie und –soziologie
Einfluss des Reisens auf die Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Stimmung

10) Wohnen & Urbanitätsniveaus und Freizeitverhalten
11) Freizeit und Konsum
12) Identität und Freizeit

II. Reiseverhalten

• Reisen und Reiseverhalten
Entwicklung des privaten Reiseverhaltens
Soziologische Aspekte und Soziale Differenzierung des Reiseverhaltens
Reisesozialisation

Reisemotivation und Reiseentscheidung
Reisemotive
Psychische Determinanten
Überblick über Push- und Pull-Motive
Extrinsische und Intrinsische Motivation
Wichtigste Motive und Nachfragetheorien
Reiseentscheidungsprozesse
Einflussfaktoren zur Reiseentscheidung
Einflussfaktoren im Herkunftsraum
Einflussfaktoren im Zielraum

• Reiseerleben
• Reisetypen und Reisearten: Typologien von Reisenden

Typen von Touristen und Reisenden
Reisenden-Typologien
Einteilung nach Organisationsgrad
… nach touristischer Institutionalisierung
… nach Reisemotiven und Reiseverhalten
… nach Interaktionsverhalten
… nach Reiseintensität
… nach Adaptationsverhalten


• Wahrnehmung und Reisen
• Elemente gelungener Reisen (Empirische Ergebnisse)



Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: Nach Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über Wissen im Bereich der freizeit-kulturellen und sozialen Entwicklungen und derjenigen im Arbeitsbereich. Sie können tourismusrelevante Entwicklungen im Freizeitbereich einordnen. Sie verfügen über Grundlagenwissen in der Freizeitwissenschaft und die Herausbildung von Lebensstilen mit Zielgruppenrelevanz.
Sie verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Methoden der Freizeitwissenschaft und können Freizeit definieren und im historischen Kontext wie in der aktuellen Entwicklung einordnen. Sie können auf der Grundlage eigenen fachlichen und methodischen Wissens die Kenntnisse in der Entwicklung von Projekten anwenden.
Fachübergreifende Kompetenzen: Die Studierenden beherrschen Methoden des abstrakten Denkens, können neue Erkenntnisse analysieren und anwenden, sich klar ausdrücken und die wesentlichen aktuellen Entwicklungen in ihren Konsequenzen einschätzen und darauf aufbauend planen und entwerfen. Sie sind in der Lage, selbstständig bestimmte Sachverhalte zu analysieren, vorzustellen und dabei Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und die Implikationen der Erkenntnisse für den Fachbereich und die Gesellschaft zu erkennen.


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: keine


Literatur: Couper, Greta E.: The Psychology of Travel

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