
| Code: | 261150 |
| Modul: | Arbeits- und Freizeitgesellschaft |
| Module title: | Work and Leisure in Society |
| Version: | 1.0 (12/2019) |
| letzte Änderung: | 13.12.2022 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina M.Zschocke@hszg.de |
| wird angeboten im Studiengang: | Tourismusmanagement (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2020 (Pflichtmodul) |
| Modul läuft im: | WiSe (Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Görlitz |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Gesamtworkload in h | 150 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
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| Selbststudienzeit in h |
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| Prüfung(en) | ||||
| Prüfung: | Prüfungsleistung als Klausur (PK) | 90 min | 100.0% | |
| Lehr- und Lernformen: | Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von Vorlesungen und Seminaren. Zur Veranschaulichung und Ergänzung des in den Vorlesungen erworbenen Wissens dienen Film- und Interviewausschnitte und wissenschaftliche Texte. Zusätzlich erarbeiten die Studierenden in Kleingruppenarbeit ausgewählte aktuelle freizeitrelevante Themen, die sie analysieren, einordnen und präsentieren. Anschließend werden deren Implikationen für die Gesellschaft diskutiert. |
| Lehrinhalte: | Vermittlung der Grundlagen der Arbeits- und Freizeitgesellschaft. Beleuchtet werden die Lebens- und Freizeitentwicklung historisch und bis zum 21. Jahrhundert und aktuelle Diskurse um Arbeit und Freizeit in der gegenwärtigen Gesellschaft unter Betrachtung der aktuellen Gesellschaftsmodelle wie Erlebnisgesellschaft (Schulze, Hartmann), Multioptionsgesellschaft (Gross) und Risikogesellschaft (Beck). Begleitet wird die Vermittlung der Inhalte von einer Einführung in die Freizeitwissenschaft, Freizeitpsychologie und Freizeitsoziologie. Erarbeitet wird empirisches Wissen zu Freizeit in verschiedenen Lebensphasen und –lagen, Freizeiterleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Lebensstilforschung, den Zusammenhang von Freizeit und Lebensqualität und Lebensstil, sowie Freizeitmuster in Bezug auf Medien, Sport, Musik, Kultur/Subkultur und Bildung. Zusätzlich wird der Bereich Reisen reflektiert, insbesondere Motivation, Reiseerleben, Entwicklungsfaktoren privaten Reiseverhaltens, Reisemotivation (push- und pull-Motive, extrinsische und intrinsische Motivation), Einflußfaktoren der Reiseentscheidung (im Herkunftsland- und Zielraum), wichtige Nachfragetheorien, Soziologische Aspekte und Soziale Differenzierung des Reiseverhaltens, Reisesozialisation und Verhalten auf Reisen /Reiseerleben. Dazu kommen die wichtigsten Reisetypen und Reisenden-Typologien. Es werden ausgewählte Bereiche von Freizeit in Bezug auf Soziales, Kultur, Bildung und Sport als Inhalte des Freizeitgeschehens seminaristisch erarbeitet. Flankiert wird das Modul durch Projektarbeit. Themen der Vorlesungen: 1) Arbeits- und Freizeitgesellschaft: Leben und Arbeiten im 21.Jahrhundert - Der flexible Mensch: Arbeiten und Leben im 21. Jahrhundert - Charakteristika des Lebens im 21.Jahrhundert - Mobilität und Flexibilität - Risikogesellschaft (Beck) - Multioptionsgesellschaft (Gross) - Erlebnisgesellschaft (Schulze, Hartmann) 2) Freizeit und Freizeitverhalten. DEFINITION UND HISTORISCHER KONTEXT Der Freizeitbegriff / Etymologie und Begriffsbestimmung Freizeit im historischen Kontext Die 4 Zeitzäsuren der Freizeitentwicklung im 20. Jahrhundert 3) Freizeiterleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit Empirische Daten zu Freizeit & Freizeitumfang Freizeitprofile / Freizeittypen 4) Freizeit als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung: Freizeitforschung Freizeitforschung und Freizeitwissenschaft Themenbereiche der Freizeitforschung Empirische Daten (deutsch, angloamerikanisch, mediterraner Sprachraum) Methoden der Freizeitforschung Konzepte des Freizeitverhaltens 5) Freizeit in verschiedenen Lebenslagen und Lebensphasen 6) Lebensstilforschung Einfluss der Persönlichkeit, der Rahmenbedingungen auf den Lebensstil Sinusmilieus 7) Freizeit und Lebensqualität Dimensionen der Lebensqualität Freizeit und Lebensqualität in Deutschland 8) Psychosoziale Komponenten der Freizeit 9) Grundlagen der Reisepsychologie und –soziologie Einfluss des Reisens auf die Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Stimmung 10) Wohnen & Urbanitätsniveaus und Freizeitverhalten 11) Freizeit und Konsum 12) Identität und Freizeit II. Reiseverhalten • Reisen und Reiseverhalten Entwicklung des privaten Reiseverhaltens Soziologische Aspekte und Soziale Differenzierung des Reiseverhaltens Reisesozialisation Reisemotivation und Reiseentscheidung Reisemotive Psychische Determinanten Überblick über Push- und Pull-Motive Extrinsische und Intrinsische Motivation Wichtigste Motive und Nachfragetheorien Reiseentscheidungsprozesse Einflussfaktoren zur Reiseentscheidung Einflussfaktoren im Herkunftsraum Einflussfaktoren im Zielraum • Reiseerleben • Reisetypen und Reisearten: Typologien von Reisenden Typen von Touristen und Reisenden Reisenden-Typologien Einteilung nach Organisationsgrad … nach touristischer Institutionalisierung … nach Reisemotiven und Reiseverhalten … nach Interaktionsverhalten … nach Reiseintensität … nach Adaptationsverhalten • Wahrnehmung und Reisen • Elemente gelungener Reisen (Empirische Ergebnisse) |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Nach Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über Wissen im Bereich der freizeit-kulturellen und sozialen Entwicklungen und derjenigen im Arbeitsbereich. Sie können tourismusrelevante Entwicklungen im Freizeitbereich einordnen. Sie verfügen über Grundlagenwissen in der Freizeitwissenschaft und die Herausbildung von Lebensstilen mit Zielgruppenrelevanz. Sie verfügen über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Methoden der Freizeitwissenschaft und können Freizeit definieren und im historischen Kontext wie in der aktuellen Entwicklung einordnen. Sie können auf der Grundlage eigenen fachlichen und methodischen Wissens die Kenntnisse in der Entwicklung von Projekten anwenden. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Die Studierenden beherrschen Methoden des abstrakten Denkens, können neue Erkenntnisse analysieren und anwenden, sich klar ausdrücken und die wesentlichen aktuellen Entwicklungen in ihren Konsequenzen einschätzen und darauf aufbauend planen und entwerfen. Sie sind in der Lage, selbstständig bestimmte Sachverhalte zu analysieren, vorzustellen und dabei Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und die Implikationen der Erkenntnisse für den Fachbereich und die Gesellschaft zu erkennen. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | keine |
| Literatur: | Couper, Greta E.: The Psychology of Travel Clausen, J.: Das Selbst und die Fremde. Edition: Bonn, 2007 Cohen, Erik (1972). Toward a Sociology of International Tourism. In: Social Research 39 (1). 1972 Ders. (1979). Rethinking the Sociology of Tourism. In: Annals of Tourism Research 6 (1) 1979 Cousineau, Phil (1998). The Art of Pilgrimage. Berkeley, California Conary Press Csikszentmihalyi, M.: Das Flow-Erlebnis. Klett-Cotta Konzepte der Humanwissenschaften: Donauwörth: 1999 Hampton, M.P. (1998). Backpacker tourism and economic development. Annals of Tourism Research, 25, 639-660 Harkin, M. (1995). Modernist anthroplogy and the tourism of the authentic. Annals of Tourism Research, 22, 650-670 Harmon, Katharine (2004). You are here. Personal Geographies and Other Maps of Imagination. New York: Princeton Architectural Press Hartmann, Hans A.; Haubl, Rolf (Hrsg.). Freizeit in der Erlebnisgesellschaft. Westdeutscher Verlag, Opladen/Wiesbaden, 1998 Hellmann, Peter. Die Zukunft der Arbeit. Milden, 2010 Hohnsträter, D: Konsum und Kreativität. Transcript: Bielefeld 2016 Kemper, P. (Hrsg.): Der Trend zum Event. Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt a.M., 2001 Leed, Eric J.: Die Erfahrung der Fremde. Reisen von Gilgamesch bis zum Tourismus unserer Tage. Campus. 1993 Leed, Eric J. (1991). The Mind of the Traveller. New York: Basic Books 1991 Loker-Murphy, J. & Pearce, P. (1995). Young budget travelers: Backpackers in Australia. Annals of Tourism Research, 22, 819-843 Lowyck, et al. (1992). Typologies of Tourist Roles. In: Johnson/Thomas (Hrsg.) (1992). Choice and Demand in Tourism. London: Mansell Ders. (1979). Sensation Seeking: Beyond the Optimal Level of Arousal. Hillsdale, NJ: Erlbaum Lüdtke, Harmut. Freizeitsoziologie. Arbeiten über temporale Muster, Sport, Musik, Bildung und soziale Probleme LIT-Verlag: Münster-Hamburg-Berlin-London, 2001 MacCannell, Dean (1976). The tourist. New York: Shocken Mundt, Jörn. Tourismus. R. Oldenbourg Verlag München Wien, 2006 Ders. (1999). The tourist. Berkeley: University of California Press. Mundt, I. (1994). The ‚other’ in postmodern tourism: Culture, travel and the middle classes. In: Theory, Culture & Society, 11, 101-123 Opaschowski, Horst. Einführung in die Freizeitwissenschaft. Lehrbuch. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden, 2008 Pearce, Philip P. (1982). The social psychology of Tourist Behavior. International Series in Experimental Psychology, Volume 3. Pergamon Press Plog, Stanlay (1981). Why destinations rise and fall in popularity. in: Edward J. Mayo et al. (1981). The psychology of leisure travel, 118 Prahl, H.-W.: Soziologie der Freizeit. Schöningh/UTB, Paderborn 2002, ISBN 3-8252-8228-7 Pott, A.: Orte des Tourismus. Eine raum- und gesellschaftstheoretische Untersuchung. Transcript: Bielefeld 2007 Sennett, Richard. Der flexible Mensch. Siedler: Berlin 2000 Schulze, G.: Die Erlebnisgesellschaft. (2005, 1992) Spode, Hasso: Time out. Freizeit und Freizeitforschung aus historischer Sicht. In: Fundiert 1/2006, S.18-26 Urry, John (1990). The Tourist Gaze. Leisure and Travel in Contemporary Societies. London Newbury Park New Delhi. Urry, J. (1994). Cultural change and contemporary tourism. Leisure Studies, 13, 233-238 Zellmann, Peter; Mayrhofer, Sonja. Die Urlaubsrepublik. Manz, 2015 Zschocke, M.. Unterwegs. Interviews mit Reisenden. Oldenburg: Schardt Verlag . 2006 Zschocke, M.. Mobilität in der Postmoderne. Psychische Komponenten von Reisen und Leben im Ausland. Würzburg: Königshausen und Neumann. 2005 |