
| Code: | 260600 |
| Modul: | Interkulturalität und Ethik |
| Module title: | Intercultural Competence and Ethics |
| Version: | 1.0 (12/2019) |
| letzte Änderung: | 28.10.2025 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina M.Zschocke@hszg.de |
| wird in 2 Studiengängen angeboten: | Tourismusmanagement (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2020 |
| Tourismusmanagement (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2023 | |
| Modul läuft im: | WiSe (Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Görlitz |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Gesamtworkload in h | 150 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
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| Selbststudienzeit in h |
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| Erläuterungen zu Weiteres: | Vorlesung, Seminar, Workshop | ||||
| Prüfung(en) | ||||
| Prüfung: | Prüfungsleistung als Klausur (PK) | 60 min | 100.0% | |
| Lehr- und Lernformen: | A: Interkulturelle Kompetenz wird vermittelt und anhand von Filmen, interkulturellen Beispielen und Spielen veranschaulicht, geübt und vertieft. Das vermittelte Wissen wird anhand von Beispielen (critical incidents) und Übungen vertieft und angewendet. In Kleingruppenarbeit werden kulturspezifische Themen erschlossen. Kulturelle Trainings für verschiedenen Kulturen werden durchgeführt. B: Übungen dazu als E-Learning. Vermittlung von Täterprofilen (unter Mitwirkung der Polizei und von ECPAT) |
| Hinweise: | Ein Teil des Interkulturalitätsmoduls kann im Rahmen des Working Across Borders Projektes in virtueller Teamarbeit mit verschiedenen anderen Hochschulen weltweit erfolgen. |
| Lehrinhalte: | A: I. Interkulturalität Kenntnisse über Interkulturelle Psychologie und Kommunikation. Kultur und Interkulturalität 1. Kultur: Konzeptionen von Kultur. Dimensionen von Kultur Explizite / Implizite Kultur 2. Interkulturalität - Multikulturalität Plurale Gesellschaften 3. Interkulturelle Psychologie und Kulturunterschiede Kulturdimensionen nach Hofstede 4. Kulturstandards nach A. Thomas (D, USA, China) Übung der Kulturdimensionen und Kulturstandards 4. Kultur und Identität Das Eigene und das Fremde Heimat und Fremde Die kulturelle Konstruktion von Identität Social Identity Theory (Tajfel & Turner), Self-Categorization Theory Einstellungen und Bewertungen Selbst- und Fremdbilder - Klischees und Stereotype und Vorurteile Fremdbild (Goethe-Institut Umfrage zum Deutschlandbild anderer Kulturen) & BBC Poll Rassismus 5. Interkulturelle Kommunikation Grundbegriffe Interkultureller Kommunikation Das Riemann-Thomann Modell Interkulturelle Kommunikation und Sprache Probleme auf der Inhaltsebene Direkte und Indirekte Kommunikation: High und Low context communication Nonverbale Kommunikation Körpersprache Gestik und Mimik. Lächeln und Lachen Abstand und Distanz Blickkontakt Haptik Paralinguistische Signale Begrüßung Critical Incidents 6. Zeit und Kultur Zyklische vs. Lineare Zeitkonzepte Wie Kulturen mit Zeit umgehen (Robert Levine: Lebenstempo verschiedener Kulturen) Kurzzeit und Langzeitorientierung 7. Alltagskultur Eßverhalten und Kulinarik Umgangsknigge Feste, Riten und Rituale Kleidung / Schönheitsideale Architektur / Wohnen / Innenarchitektur / Farbe (Lenclos: Colors of the world) 8. Tourismus und Interkulturalität Unterschiede im Freizeit- und Reiseverhalten verschiedener Kulturen 9. Vier Kulturräume: Asiatische Kulturen Afrika (Nord- und Zentralafrika) Europa (Osteuropa / Westeuropa / Nord- / Südeuropa) Nordamerika / Südamerika / Mittelamerika 10. Interkulturelles Training: Spiele und Übungen und Training von verschiedenen Beispielsitautionen Vermittlung expliziter und impliziter Kultur, Kulturstandards, Individualismus- und Kollektivismuskonzepte und –kulturen, interkulturelle Kommunikation. Interkulturelle Konflikte, soziale und politische Konfliktebenen. Wahrnehmungsbilder (Assoziation zu fremde Kulturen) Erkundung von Kommunikationsstandards; Das Eigene und das Fremde. Was wird als fremd empfunden und warum. Soziale und kulturelle Identität und Gruppenzugehörigkeit. Kenntnisse über die Voraussetzungen von Integration Unsere Wahrnehmung bestimmter Kulturen: Realität und Vorurteil. nterkulturalität Kultur, Kulturstandards, Management und interkulturelle Kommunikation. Interkulturelle Konflikte, soziale und politische Konfliktebenen, religiöse Differenzen, geschlechterspezifische Wahrnehmungsunterschiede. Wahrnehmungsbilder (Assoziation zu fremde Kulturen) Erkundung von Kommunikationsstandards; Das Eigene und das Fremde. Was wird als fremd empfunden und warum. Soziale und kulturelle Identität. II. Ethik und Verantwortung im Tourismus Sensibilisieren hinsichtlich tourismusrelevanter Fragestellungen Soziale Verantwortung im Tourismus am Beispiel „Sextourismus“ und seiner sozialen und kulturellen Unverträglichkeit. Verhaltenskodex der Reisebranche zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung an Hand des Global Code of Ethics der WTO reflektiert. Information über das Erkennen von sexuellem Missbrauch und Vermittlung rechtlicher Grundlagen (in Zusammenarbeit mit ECPAT und der Kriminalpolizei) |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | A: Die Studierenden verfügen nach Abschluss des Moduls über ein kritisches Verständnis der wichtigsten Theorien und Prinzipien von Interkulturalität. Sie verfügen darüber hinaus über vertiefte Reflexionsfähigkeiten über sich selbst und andere unter Berücksichtigung kultureller Muster und Prägungen. Ziel ist ein angemessener Umgang mit Menschen fremder Kulturkreise durch Interesse und Öffnung für fremde Kulturen und ausreichende Kenntnis interkultureller Unterschiede. Die Fähigkeit zum Verständnis für und zur Adaptation an andere Kulturkreise und interkultureller Kompetenz wird entwickelt. Sie besitzen Sensibilität für andere Kulturen und Kenntnis über und Respektieren ihrer Werte, Normen und Verhaltensmuster und dementsprechend adäquaten Umgang mit Angehörigen dieser Kulturen und die Fähigkeit, potentielle Bereicherungen und Konfliktherde zu erkennen. Sie können interkulturelles Wissen einsetzen und vertreten es mit der Kraft ihrer Persönlichkeit nach außen. Sie können individuelle Verantwortung im Rahmen späterer beruflicher Aufgaben wahrnehmen. Das Modul dient auch der Vorbereitung von Auslandsaufenthalten (Integrationsvoraussetzungen und Verhinderung bzw. Abschwächung von Kulturschock-Phänomenen). Die Absolventinnen und Absolventen des Moduls richten ihr Denken nicht nur auf fachlich-methodische Details der eigenen Arbeit, sondern auf deren umfassende Inhalte und Zusammenhänge. B: Durch die Reflexion der eigenen Branche an Hand eines neuralgischen Themas wie das der „Sexuellen Ausbeutung von Kindern“ werden sowohl Problembewusstsein geschaffen wie auch Konfliktlösungs-Strategien erarbeitet und die persönliche Entscheidungskompetenz herausgebildet. Zudem werden die Studierenden für andere tourismusrelevante Problemfelder sensibilisiert. Sie sind zu Reflexionsfähigkeit, sowie zu ethischem und verantwortungsvollem Handeln in der Lage. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | A: Selbstständige geistige Orientierung, selbstkritische Reflexion, interdisziplinäres Denken und Handeln, Wahrnehmungs- und soziale Kompetenz können von den Studierenden angewandt werden. Die Studierenden können Themen selbstständig erarbeiten und ihr theoretisches Wissen praktisch anwenden. Sie verfügen über die Fähigkeit zu Wahrnehmung, Analyse, Einordnung und darauf aufbauende Reflexionsfähigkeit. Die Studierenden sind in der Lage, gemäß den erkannten eigenen Möglichkeiten und Begrenzungen zu handeln. Sie sind in der Lage, die gegebenen Handlungsmöglichkeiten aktiv auszuschöpfen und sie bewusst auszuweiten. Sie können sich die Zeit selbstgesteuert einteilen, können sich selbst reflektieren und mit Kritik umgehen. Sie zeigen Initiative, setzen sich Ziele und verfolgen diese. Sie handeln nach den Grundsätzen von Achtung, Toleranz und Verantwortung. B: Die Studierenden sind für Prostitutionstourismus und sexuellen Mißbrauch im Kontext von Tourismus und Hotellerie sensilibisiert und können die klassischen Schlüsselreize erkennen und sich adäquat verhalten. Sie entwickeln die Fähigkeit zu ethischem Denken und Verhalten. Hier steht die Kompetenz im Mittelpunkt, nicht nur zu analysieren, sondern die Synthese anzuwenden. Sie sind zum vorurteilsfreien Umgang mit anderen Kulturen fähig und üben adäquate Toleranz im Umgang mit Ausländern vor Ort bzw. im Ausland. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | gute Englischkenntnisse |
| Literatur: | Berry John (2015). The Highs and Lows of a Cultural Transition: A Longitudinal Analysis of Sojourner Stress and Adaptation Across 50 countries. Journal of Personality and Social Psychology. 8/2025, 109(2), 316-337 Berry, John W.; Poortinga, Y.; Bruegelmans, S.; Athanasios, C.; Sam, D. (2011). Cross-cultural psychology: Research and applications (3. Aufl.). New: York: Cambridge University Press Berry, John W.; Portinga, Y.H.; Segall M.H.; Dasen, P.R.: Cross-cultural psychology. Cambridge University Press, 1996 Branscombe, N.R. & Wann, D.L. (1994). Collective self-esteem consequences of outgroup derogation when a valued social identity is on trial. European Journal of Social Psychology, 24, 641-657. Delle Fave, Antonella & Massimini, Fausto (2002). Cross-Cultural Implications of Psychological Selection. In: Boski, P., van de Vijver, F.J.R., Chodynicka, A.M. (Hrsg.). New Directions in Cross-Cultural Psychology. Wydanictvo Intytutu Psychologii PAN, Warschau Fulmer, C. 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(eds.): New Directions in Cross-Cultural Psychology. Wydawnictwo Intytutu Psychologii, Warsaw, 2002 Zschocke, Martina; Tina Simon; Paula Moura Lacerda de Souza (2014): Das Image Brasiliens als Basis für die touristische Vermarktung. In: Hartmann, Rainer; Herle, Felix (Hrsg.): Interkulturelles Management in Freizeit und Tourismus. Berlin: Erich Schmidt Verlag, S. 271- 280 |