Letzte Änderung : 10.04.2026 14:05:09   



Modulausgabe

Code: 206500
Modul: Lebensbegleitung und Förderung
Module title: Life Accompaniment and Support
Version: 2.03 (02/2015)
letzte Änderung: 16.11.2021
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Fuchs, Petra
Petra.Fuchs@hszg.de

wird in 2 Studiengängen angeboten: Heilpädagogik / Inclusion Studies (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2015 (Pflichtmodul)
Heilpädagogik / Inclusion Studies (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2016 (Pflichtmodul)

Modul läuft im: SoSe (Sommersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 15
Gesamtworkload in h 450

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
9
2
Vorlesung
4
Seminar/Übung
0
Praktikum
3
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
349
130
Vorb. LV
190
Vorb. Prüfung
29
Sonstiges
Erläuterungen zu Weiteres:Projektstudium


Prüfung(en)
Prüfung: Prüfungsleistung als Beleg (PB)
 - 
100.0%



Lehr- und Lernformen:Vorlesung, Seminare, Praxisphase als Projektstudium, Selbststudium

-> Grundlagen und Grundzüge einer inklusiven Lebensbegleitung und Förderung (2 SWS, V)
-> Begleitung und Förderung im Kindes- und Jugendalter unter erschwerten Bedingungen (2 SWS, S)
-> Begleitung und Förderung im Erwachsenenalter unter erschwerten Bedingungen (2 SWS, S)
-> Lebensbegleitung und Förderung konkret – Projektstudium (3 SWS)

In den Lehrveranstaltungen sollen Studierende einen Einblick in theoretische Überlegungen zu den Fragen von Lebensbegleitung und Förderung bekommen. Vor diesem Hintergrund sollen konkrete Handlungsweisen erarbeitet, kritisch reflektiert und zur Anwendung kommen. Im Rahmen des Projektstudiums soll eine konkrete Lebensbegleitung bzw. Förderung einer Person geschehen, die von der Hochschule fachlich begleitet wird.

Lehrinhalte: -> Lebensbegleitung und Förderung unter dem Aspekt von Inclusion (ethische, lebenslauforientierte Konzeptionen), unter Berücksichtigung des Lebensalters und verschiedener Lebenslagen sowie spezifischer Gruppen
-> Begleitung als Facilitation
-> Technische Hilfsmittel in der Lebensbegleitung und Förderung


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: -> Konzeptuell Denken: Studierende sollen in der Lage sein, unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Disziplinen professionelle Erfordernisse für eine subjektorientierte Lebensbegleitung und Förderung zu erarbeiten, kritisch zu reflektieren und sich somit Grundlagen für ihr eigenes professionelles Handeln zu verschaffen (Theorie-Praxis-Transfer) wie auch persönliche Praxiserfahrungen in solche Konzepte einbinden zu können (Praxis-Theorie-Transfer)

-> Welt- und menschenbildorientiertes Handeln: Aus dem Bewusstsein für die Wertgebundenheit von Handlungsweisen sollen Studierende ein ethisches Grundbewusstsein hinsichtlich einer subjektorientierten Lebensbegleitung und Förderung entwickeln und verinnerlichen, sowie in der Lage sein, sich entsprechend in einem konkreten Handlungsfeld zu bewegen

-> Metahandeln: Studierende sollen in der Lage sein, das eigene Handeln und dessen Resultate kritisch im Sinne der Aufgaben einer subjektorientierten Lebensbegleitung und Förderung reflektieren und analysieren, sowie Folgerungen für künftiges Handeln erkennen können

-> Methodisches Handeln: Studierende sollen auf der Grundlage eines ökosystemisch-multidisziplinären Denkens in der Lage sein, Möglichkeiten von Lebensbegleitung und Förderung zu entwickeln, zielgruppenorientiert beherrschen und anwenden können, sowie die vielschichtigen Einflussfaktoren im Sinne eines Möglichkeitsraumes erleben, erkennen, analysieren und gestalten können. Studierende sollen zudem in der Lage sein, diese Möglichkeiten kritisch zu reflektieren, um Formen und Methoden der Lebensbegleitung und Förderung insgesamt personenorientiert und situationsadäquat einsetzen zu können. Hierbei ist es wichtig, dass Studierende Diagnostik, Kommunikation, Kooperation, Interventionen sowie Lebensbegleitung und Förderung als untrennbare Einheit verstehen und betrachten können, aber auch den Spannungsbogen von "Inklusion" und "Exklusion" in der Lebensbegleitung und Förderung zu erkennen in der Lage sind

-> Genderkompetenz und Gendersensibilität: Kenntnisse über Geschlechterverhältnisse und unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen

-> Praxisorientierte Forschung: Studierende sollen in der Lage sein, erarbeitete Forschungsmethoden (Modul 5) auf den Bereich "Lebensbegleitung und Förderung" beziehen und auch praxisorientierte Untersuchungen konzipieren und durchführen können
Fachübergreifende Kompetenzen: -> Selbstmanagement: Studierende sollen sich eigene Standpunkte hinsichtlich einer subjektzentrierten Lebensbegleitung und Förderung unter Berücksichtung solcher Aspekte wie selbstgesteuertes Lernen, Eigenverantwortung, Selbstbewusstsein und Berufsidentität erarbeitet haben und interdisziplinär kommunizieren können

-> Kommunikative/soziale Kompetenz: Studierende sollen in der Lage sein, sich zu anderen Personen in Beziehung setzen können und in diesem Prozess das Handeln des jeweils anderen Menschen zu verstehen, wie auch soziale Strukturen zu erkennen und zu verstehen sowie das eigene Handeln darauf bezogen kritisch zu betrachten. Zudem sollen Studierende erkannt haben, dass eine Lebensbegleitung und Förderung nur im Rahmen einer dialogisch-kooperativer Beziehung möglich und gestaltbar ist und dabei die Aspekte der Selbstbestimmung und "nichts ohne uns über uns" nicht verletzt werden dürfen

-> Kooperation: Studierende sollen in der Lage sein, in vielfältigen Situationen und Handlungsfeldern kooperations- und teamfähig agieren zu können


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: Vorheriges Durcharbeitung des Handbuches zu diesem Modul (Hajkova/Störmer, siehe unten)


Literatur: Pflicht:
-> Hajkova, V. / Störmer, N.: Lebensbegleitung und Förderung. Berlin 2006
-> Berger, E.: Die Förderung von Autonomie unter den Bedingungen der Entwicklungsbeeinträchtigung. 1994
-> Feuser, G. (Hrsg.): Integration heute – Perspektiven ihrer Weiterentwicklung in Theorie und Praxis. Frankfurt/Main 2003
-> Obert, K.: Alltags- und lebensweltorientierte Ansätze sozialpsychiatrischen Handelns. Bonn 2001

Wahl:
-> Thimm, W.: Leben in Nachbarschaften. Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Freiburg, Basel, Wien 1994
-> Walther, H.: Vom Betreuer zum Begleiter. Eine Neuorientierung unter dem Paradigma der Selbstbestimmung. Marburg 1998