Letzte Änderung : 12.10.2026 14:55:12   



Modulausgabe

Code: 206350
Modul: Verhalten und Handeln
Module title: Behaviour and Action
Version: 2.01 (02/2015)
letzte Änderung: 16.11.2021
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Goldfriedrich, Martin
Martin.Goldfriedrich@hszg.de

wird in 2 Studiengängen angeboten: Heilpädagogik / Inclusion Studies (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2015 (Pflichtmodul)
Heilpädagogik / Inclusion Studies (Bachelor of Arts) gültig ab Matrikel 2016 (Pflichtmodul)

Modul läuft im: WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 15
Gesamtworkload in h 450

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
8
0
Vorlesung
4
Seminar/Übung
0
Praktikum
4
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
360
150
Vorb. LV
150
Vorb. Prüfung
60
Sonstiges
Erläuterungen zu Weiteres:Übungen


Prüfung(en)
Prüfung: mündliche Prüfungsleistung (PM) 20 min 100.0%



Lehr- und Lernformen:Seminare, Übungen, Selbststudium

-> Verhältnisse und Verhalten - Analyse sozialer Entwicklungssituationen und problematischer Verhaltensweisen (2 SWS, S)
-> Projektarbeit zur Veränderung von Verhältnissen (Einführung in die Projektmethode) (2 SWS, S)
-> Selbsterfahrung im Umgang mit Aggression und Gewalt (2 SWS, Ü)
-> Konfliktbewältigung und Mediation (2 SWS, Ü)

In den Seminaren, Übungen und begleiteten Praxisveranstaltungen kann herausgearbeitet werden, dass auffälliges oder störendes Verhalten aus der Perspektive Betroffener zumeist sinnvolles Handeln unter isolierenden Bedingungen und kommunikativen "Entgleisungen" darstellt und von dort her emotiv-mimetisch nachvollzogen und entwicklungsfördernd beeinflusst werden kann.

Hinweise: Diese Prüfungsleistung kann wahlweise auch als Klausur (PK) erbracht werden.

Lehrinhalte: -> Grundlegende Sichtweisen in der Wahrnehmung von Verhaltensproblemen und Interaktionen, insbesondere psychologische, soziologische und konstruktivistische Perspektiven
-> Handlungsgrundlagen zum inklusionsfördernden Umgang mit Verhaltensweisen, die in der persönlichen Umwelt exkludierende Reaktionen hervorrufen
-> Persönliche Verhaltens- und Handlungsaspekte: Selbstkompetenz, Selbstsicherheit, Personenzentriertheit, Entwicklung reflexiver Fähigkeiten


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: -> Konzeptuelles Denken: die Studierenden lernen allgemein übliche Reaktionen auf Verhaltensprobleme kritisch zu betrachten und menschliches Handeln und seine Ausformung unter persönlichen, sozialen, kulturellen und institutionellen Bedingungen zu verstehen

-> Welt- und menschenbildorientiertes Handeln: die Studierenden gewinnen Einsichten in Zusammenhänge und Verknüpfungen von Macht, Herrschaft, Freiheit und Verantwortung und entwickeln eine akzeptierend-wertschätzende Haltung

-> Metahandeln/Selbstreflexion: die Studierenden machen sich die Notwendigkeiten eigener Positionsbestimmungen bezüglich Exklusion und Inklusion bewusst und können diese offensiv vertreten

-> Methodisches Handeln: die Studierenden lernen, herausforderndem Verhalten dialogisch-kooperativ zu begegnen und Realitätskontrolle in gemeinsamen Aktionen permanent reflektierend aufzubauen

-> Genderkompetenz und Gendersensibilität: Kenntnisse über Geschlechterverhältnisse und unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen
Fachübergreifende Kompetenzen: -> Kommunikative/soziale Kompetenzen des "nichts über uns ohne uns" und des verständigungsorientierten Kommunizierens werden in simulierenden und praxisnahen Kontexten weiter ausgebildet

-> Selbstmanagement: die Studierenden konfrontieren sich mit ihren Ängsten und Vorurteilen und entwickeln ihre Berufsidentität in wechselseitiger Spiegelung weiter

-> Interkulturelle Kompetenz: die Studierenden setzen sich mit verschiedenen Kulturen und Werten auseinander, üben Toleranz und Wissen um deren Grenzen


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: Vorherige Durcharbeitung des Modulbuchs (Ondracek/ Hornakova/ Klenovsky, s.u.), der weiterführenden Literatur und relevanter Materialien der Internetvolltextbibliothek BIDOK der Universität Innsbruck (http://bidok.uibk.ac.at)


Literatur: Pflicht:
-> Ondracek, P./Hornakova, M./Klenovsky, L. (2006): Verhalten und Handeln, Berlin
-> Lindemann, H./Vossler, N. (1999): Die Behinderung liegt im Auge des Betrachters. Konstruktivistisches Denken für die pädagogische Praxis. Neuwied

Wahl:
-> Mann, I. (1991): "Ich war behindert an hand der Lehrer und der Ärzte". Beispiel für Nicht-Aufgeben. Weinheim und Basel
-> Dörner, K./Plog, U. (1996, 1. Aufl.): Irren ist menschlich. Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie. Bonn