Letzte Änderung : 18.05.2026 13:22:59   



Modulausgabe

Code: 165400
Modul: Freizeit- und Kulturwissenschaft II (Freizeit- und Tourismusfolgeabschätzung, Interkulturalität)
Module title: Leisure and Cultural Sciences II (Investigation of Effects of Leisure and Tourism, Cross-Culture)
Version: 1.0 (01/2012)
letzte Änderung: 13.02.2020
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina
M.Zschocke@hszg.de

Prof. Dr.-Ing. Hildebrandt, Jakob
Jakob.Hildebrandt@hszg.de


Modul läuft im: SoSe+WiSe (Sommer- und Wintersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 5
Gesamtworkload in h 150

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
2.4
1.6
Vorlesung
0.8
Seminar/Übung
0
Praktikum
0
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
123
30
Vorb. LV
54
Vorb. Prüfung
39
Sonstiges


Prüfung(en)
Prüfung: Prüfungsleistung als Klausur (PK) 90 min 100.0%



Lehr- und Lernformen:Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von Vorlesungen und Seminaren. Zur Vertiefung des in den Vorlesungen erworbenen Wissens dienen begleitende Übungen.

Hinweise: Modul nur im Rahmen der des kommerziellen berufsbegleitenden Studiengangs WTöb verfügbar

Lehrinhalte: A: Freizeit- und Tourismusfolgenabschätzung
Die Zukunft gehört einem nachhaltigen Qualitätstourismus. Dieser ist ökonomisch ergiebig, sozial-verträglich und umweltfreundlich. Dazu gehört die Vermittlung der Erkenntnis des Widerspruchs zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wie auch die Vermittlung ökologischer Erkenntnisse und freizeitpädagogischer Erziehung zum Ausprägen, Vertiefen und Bereichern innovativer Fähigkeiten und persönlicher Initiativen. Der Übungsteil und die Exkursion umfasst ein Praktikum in dem ökonomische und ökologische und sozialverträgliche Konzepte und Produkte entwickelt und erprobt werden können.

B: Interkulturalität und Tourismusethik
Interkulturelles Training: Kultur, Kulturstandarts, Management und interkulturelle Kommunikation, interkulturelle Konflikte, Soziale Wahrnehmung, Konfliktebenen, religiöse DIfferenzen, geschlechterspezifische Wahrnehmungsunterschiede. Das Eigene und das Fremde. Anwaltsfunktion für eine bestimmte Kultur, Erkundung von Kommunikationsstandarts; Was wird als fremd empfunden? Religiöse und soziale Einflüsse in Kommunikationssituationen. Vermeidung von Beurteilungsfehlern und Vorturteilen. Akkulturation
Soziale Verantwortung im Tourismus am Beispiel "Sextourismus" und seiner sozialen und kulturellen Unverträglichkeit.
Verhaltenskodex der Reisebranche zum Schutz vor Kindern vor sexueller Ausbeutung an Hand des Global Code of Ethics der WTO reflektiert.


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: 1.
A: Die Anwendung der Produktlinienanalyse, die konsequent die Sichtweise von Ökonomie, Ökologie und Sozialem in sich befähigt zur Erkenntnis fachübergreifende Zusammenhänge, sowie die Verbindung mit Praktikum, Projekten und Exkursion die Umsetzung touristischer Produkte praktisch erfahrbar macht. So wird aus der Vokabel der „Ganzheitlichkeit“ ein Lernfeld von theorie-praktischer Umsetzung.

B: Vertiefte Reflexion über sich selbst und andere unter Berücksichtigung kultureller Muster und Prägungen
Angemessener Umgang mit Menschen fremder Kulturkreise durch Interesse und Öffnung für fremde Kulturen und ausreichende Kenntnis interkultureller Unterschiede. Fähigkeit zum Verständnis für und zur Adaptation an andere Kulturkreise.
Fachübergreifende Kompetenzen: 2.
Motivation zur aktiven Gestaltung von Lösungsansätzen für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensformen; Wahrnehmung individueller Verantwortung im Rahmen späterer beruflicher Aufgaben.
Selbstständige geistige Orientierung, selbstkritische Reflexion, interdisziplinäres Denken und Handeln, Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit auf kulturellem/künstlerischem Gebiet, soziale Kompetenz, Handeln nach den Grundsätzen von Achtung, Toleranz und Verantwortung.
Motivation zur aktiven Gestaltung fremder Situationen
Das „Ganzheitliches Denken“, führt zu einer Grunddisposition „das Leben“ in seinen Zusammenhängen zu erkennen. Hier wird die Kompetenz vermittelt nicht nur zu analysieren, sondern die Synthese anzuwenden. Durch die Reflexion der eigenen Branche an Hand eines neuralgischen Themas wie das der „Sexuellen Ausbeutung von Kindern“ wird sowohl Problembewusstsein geschaffen wie auch Konfliktlösungs-Strategien erarbeitet und die persönliche Entscheidungskompetenz herausgebildet.


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: keine


Literatur: Produktlinienanalyse. Bedürfnisse, Produkte und ihre Folgen, Köln, 1987
Berry, John W.; Portinga, Y.H.; Segall M.H.; Dasen, P.R.: Cross-cultural psychology. Cambridge University Press, 1996
Krippendorf, J: Der Ferienmensch, Zürich 1984
Meadow D., Die Grenzen des Wachstums, Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Stuttgart
Hofstede, G. (1993). Interkulturelle Zusammenarbeit. Kulturen – Organisationen – Management. Wiesbaden
Hofstede, Geert. Allemaal Andersdenken, Omgaan met cultuurverschillen. Uitgeverij Contact. Amsterdam, 1995
Waldenfels, B.: Topographie des Fremden. Suhrkamp: Frankfurt am Main, 1997.
Ward, C.; Bochner, S.; Furnham, A.: The psychology of culture shock. Routledge: East Sussex, 2001
http://www.world-tourism.org/code_ethics/engl.html
Zschocke, M.; Kneehans, E.: To be a stranger abroad and to perceive a foreigner at home: Views on difference and identity from a cros-cultural perspective. In: Boski, P.; van de Vijver, F.; Chodynicka, A. (eds.): New Directions in Cross-Cultural Psychology. Wydawnictwo Intytutu Psychologii, Warsaw, 2002