Letzte Änderung : 09.02.2026 10:09:56   



Modulausgabe

Code: 140700
Modul: Inszenierungsmethodologie
Module title: Methodology of Staging
Version: 1.0 (04/2010)
letzte Änderung: 15.06.2011
Modulverantwortliche/r: Prof. Dr. phil. Zschocke, Martina
M.Zschocke@hszg.de


Modul läuft im: WiSe (Wintersemester)
Niveaustufe:Master
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Görlitz

ECTS-Punkte: 5
Gesamtworkload in h 150

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
4
2
Vorlesung
2
Seminar/Übung
0
Praktikum
0
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
105
60
Vorb. LV
15
Vorb. Prüfung
30
Sonstiges


Prüfung(en)
Prüfung: Prüfungsleistung/en entsprechend Wahlpflichtkomponente/n (P)
 - 
100.0%



Lehr- und Lernformen:Vorlesungen und Übungen

Hinweise: im Auslandsstudiensemester

Lehrinhalte: Botschaftstransfer/Symbolsprache
Lebenswelten verstehen, symbolische Repräsentationen von Identität und „Überschreitung“ – Wir zeigen, was wir sind und sein wollen und zu bieten haben.

  • Einführung in Gestalt und Zeichentheorie, Ikon, Indices, Symbole; Semantik, Syntax, Pragmatik; Konventionalisierungen, semantische und hermeneutische Systeme und ihre Autopoiesis; die Verselbständigung der Bedeutungs- und Sinnsysteme;
    Inszenierungsmethodologie


  1. Die Logik der Methode, die Welt als Produkt und Inszenierung. Gesellschaftliche Konstruktion des Zynischen - Abgrenzungen
  2. Ziele und Zugänge – Symbolismus, Hermeneutik und Lebenswelten
  3. Interpretationen und Intentionen - derivative, kompensative, surrogative, apellative, normative
  4. Lebenswelt als wahre Welt und als Warenwelt - Tauschparadigma, Entfremdungsparadigma, das Geld als Gespenst, die Struktur als Subjekt ... (Hegel, Marx, M. Weber, G. Simmel, Adorno, Sloterdijk)
  5. Phänomenologisches Bild I und Professionalisierung
    a) die Welt als Theater (Bühne, Handlung, Rolle...)
    b) Verdopplung der Welt, Gegenentwurf, Spielebene vs. „Ernst des Lebens“
    - Freizeit (Familie, private „Innenwelt“ und Freizeit in der „Öffentlichkeit“)
    - Politik
    - Kunst (z.B. Video, Bild. Kunst, Kunstwelt)
    - Arbeitswelt (das Exotorium der Workoholiker und andere)
    - Produktwelten (Verkäufsräume, Messen etc., Branding)
  6. Funktionelle Differenzierung der „Lebenswelt“
    sozial, ökonomisch, ästhetisch, kulturell, ethisch, politisch, technisch/organisationell,
  7. Konstruktion von Distinktion und Kohärenz - Konstruktionen von Lebenswelt als Affirmation, Alternative, Protest, Ergänzung, Traum, Weiterentwicklung, Erneuerung, Vision, Erlösung und Bild der Hoffnung
  8. Phänomenologisches Bild II – empirisches Material und Beschreibungen - Fallbeispiele aus „Freizeit“ und Alltag, Politik, Markt, Entertainment, Arbeitswelt und Arbeitsmarkt, Lernwelt und Wissen(-schaft), Information und Medien, (Status-) Ritualen
  9. Typologien und Stile der Inszenierung
  10. Szenarios, Situationen, Bühnen, Dramaturgien
    Instrumente der Konstruktion und der Intervention, u.a.: Interesse Betrug Aufklärung Gewöhnung Entlastung Versprechen/ Vision


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: Logik der Entstehung und Verwendung von Zeichen und der Konstruktion von Zeichensystemen zur Herstellung von Interpretations- und Interventionskompetenz.
Kritischen Fähigkeit zur Distanz zu Inszenierungen in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen; zur Analyse der Intentionalität des Inszenierten; sowie Konzeptionsbildung für eigene Inszenierungen.
Fachübergreifende Kompetenzen: Schärfung der Beobachtungs- und Analyse- und Gestaltungsfähigkeiten, Integration und Interpretation von sozialen Phänomenen in theoretische Konzepte und wissenschaftliche Aufarbeitung Fähigkeit zur Symbolisierung von Botschaften über die Angebotsgestaltung


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine


Literatur: Nach Angebot der ausländischen Universität