Letzte Änderung : 13.03.2026 17:50:42   



Modulausgabe

Code: 287900
Modul: Vegetationskunde/Biotopschutz
Module title: Vegetation Analysis/Habitat Protection
Version: 1.0 (06/2022)
letzte Änderung: 20.09.2024
Modulverantwortliche/r: Dipl.-Agr.-Ing. Dörnchen-Neumann, Jana
J.Doernchen@hszg.de

wird in 2 Studiengängen angeboten: Ökologie und Umweltschutz (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2023 (Pflichtmodul (Vertiefung))
Umweltwissenschaften (Bachelor of Science) gültig ab Matrikel 2025 (Pflichtmodul (Vertiefung))

Modul läuft im: SoSe (Sommersemester)
Niveaustufe:Bachelor/Diplom
Dauer des Moduls:1 Semester
Lehrsprache:Deutsch
Lehrort:Zittau

ECTS-Punkte: 5
Gesamtworkload in h 150

Präsenzzeit
gesamt SWS
davon
4
1
Vorlesung
0
Seminar/Übung
2.5
Praktikum
0.5
Weiteres
Selbststudienzeit
in h
gesamt
davon
105
30
Vorb. LV
65
Vorb. Prüfung
10
Sonstiges
Erläuterungen zu Weiteres:ganztägige Freilandexkursion


Prüfung(en)
Prüfungsvorleistung: Prüfungsvorleistung Laborarbeit (VL)
Prüfung: Prüfungsleistung als Beleg (PB)
 - 
100.0%



Lehr- und Lernformen:Vorlesung/Exkursion/(Freiland-)praktikum

Lehrinhalte: Lehrinhalt:
Teil Pflanzentaxonomie: Charakterisierung der Pflanzenfamilien und Erarbeitung wichtiger Bestimmungsmerkmale; Exemplarische Bestimmung von Lichenes, Bryophyta, Pteridophyta, Spermatophyta [Gymnospermae, Angiospermae (Dicotyledoneae, Monocotyledoneae)], Vermittlung von fachspezifischem Wissen zur taxonomischen Systematik der Pflanzen;
Teil Vegetationskunde: Begriffe und Definitionen zur Synsystematik, Ermittlung der potentiell natürlichen Vegetation von Waldgesellschaften: ökologisches Verhalten wichtiger Baumarten Mitteleuropas, Ökogramme von Strauch- und Baumarten Mitteleuropas, ökologische Gruppen von Waldbodenpflanzen Mitteleuropas, standortökologische Anordnung der Waldgesellschaften Mitteleuropas, Vegetationsaufnahmen in verschiedenen Pflanzengesellschaften (nach Braun-Blanquet; Frequenzmethode), sowie deren pflanzensoziologische Zuordnung; Anwendung und Interpretation der Ellenberg´schen Zeigerwerte; Ökogramme von Grünlandgesellschaften, Nutzungstypen, Exkursionen in besonders schützenswerte Landschaftsteile (FFH-Gebiete; NSG); Kenntnisse zu Rote-Liste-Arten sowie zum Biotopschutz; Erfassung der Vegetation in Anlehnung an die Kartieranleitungen FFH-Lebensraumtypen bzw. §21 SächsNatschG; geobotanische Grundlagen der Pflanzenverbreitung; Grundlagen der statistischen Aufbereitung vegetationskundlicher Daten

Lerninhalt:
Teil Pflanzentaxonomie: Sicheres Erkennen der Familien- bzw. Gattungszugehörigkeit von Pflanzen im Freiland, diese bis auf Art- (ggf. Unterart-) niveau zu bestimmen und sich mit kritischen Taxa selbständig auseinander zusetzen; sicherer Umgang mit den Bestimmungsschlüsseln der Exkursionsfloren
Teil Vegetationskunde:
Ermittlung der potentiell natürlichen Vegetation, Bewertung edaphischer und klimatologischer Parameter anhand der Vegetation, korrekte Auswertung der Zeigerwerte nach Ellenberg, Anwendung und Transformation der bekanntesten Schätzskalen, korrekte Auswahl und Einmessung von Probenflächen, Lesen und Interpretieren eines Ökogrammes , Erfassung und Bestimmung von unterschiedlichen Pflanzengesellschaften, Kenntnisse zu Rote-Liste-Arten; Anwendung der Kartierschlüssel nach FFh und §21 SächsNatschG (Besonders geschützte Biotope); Grundlagen des Biotopschutzes


Lernergebnisse/Kompetenzen:
Fachkompetenzen: Pflanzentaxonomie:
Erwerb von Kompetenzen, die es dem Studenten ermöglichen, im Freiland sicher Familien- bzw. Gattungszugehörigkeit von Pflanzen zu erkennen, diese bis auf Art- (ggf. Unterart-) niveau zu bestimmen und sich mit kritischen Taxa selbständig auseinander zusetzen, Erlernen routinemäßigen Umgangs mit Licht-/und Stereomikroskopen

Vegetationskunde:
Verständnis pflanzensoziologischer Literatur, Planung und Durchführung pflanzensoziologischer Geländeaufnahmen, Ermittlung der potentiell natürlichen Vegetation, Bewertung edaphischer und klimatologischer Parameter anhand der Vegetation, korrekte Auswertung der Zeigerwerte nach Ellenberg, Anwendung verschiedener Schätzskalen; Erstellen einer Artenzahl-Arealkurve, korrekte Auswahl der Probenflächen, Lesen und Interpretieren eines Ökogrammes , Erfassung und Bestimmung von unterschiedlichen Pflanzengesellschaften
Fachübergreifende Kompetenzen: Erwerb von Methodenkompetenzen (Beschaffung von Informationen, Formen der Wissensaneignung, Ergebnissicherung und -darstellung Möglichkeiten der Evaluierung, Feedback geben, Inhalte zusammenfassen, Wissen synthetisieren und vortragen), Analyse komplexer Sachverhalte, Training kognitiver Fähigkeiten (Transfer von Wissen in die praktische Anwendung), Vermittlung affektiver Lernziele (d.h. von Wertvorstellungen hinsichtlich der natürlichen Lebensgrundlagen), soziale Kompetenzen: Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Kompromißfähigkeit, Kritikfähigkeit, Respekt, Selbstwirksamkeit, kooperative Motivation, soziale Intelligenz


Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: keine
Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: Kenntnisse aus den Wissensgebieten Allgemeine Biologie, Funktionsmorphologie/Systematik, Allgemeine Ökologie


Literatur: www.umwelt.sachsen.de
www.floraweb.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Datenbank BiolFlor – UfZ Halle/Leipzig
Dierschke, H. 1994. Pflanzensoziologie: Grundlagen und Methoden. UTB. Stuttgart: Ulmer
Ellenberg, H.1996. Vegetation Mitteleuropas. 5.Aufl. Stuttg.:Ulmer
Schubert,R.,Hilbig,W.,Klotz,S.2001. Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften Deutschlands.Berlin,Heidelberg: Spektrum
Exkursionsfloren u.a.:
Rothmaler, H. [Begr.] Exkursionsflora von Deutschland. Verschiedene Auflagen. Bd. 1-5
Strasburger [Hrsg.] Lehrbuch der Botanik
Wirth, V. 1995. Flechtenflora. 2.Aufl. Stuttgart: Ulmer
Frahm,J.P., Frey, W. 2004. Moosflora. 4.Aufl. Stuttgart: Ulmer