
| Code: | 157250 |
| Modul: | Aspekte Risikomanagement/Umwelttechnik |
| Module title: | Aspects of Risk Management/Environmental Engineering |
| Version: | 1.0 (06/2011) |
| letzte Änderung: | 13.02.2020 | Modulverantwortliche/r: | Prof. Dr.-Ing. Hildebrandt, Jakob Jakob.Hildebrandt@hszg.de |
| Modul läuft im: | WiSe (Wintersemester) |
| Niveaustufe: | Bachelor/Diplom |
| Dauer des Moduls: | 1 Semester |
| Lehrsprache: | Deutsch |
| Lehrort: | Zittau |
| ECTS-Punkte: | 6 |
| Gesamtworkload in h | 180 |
| Präsenzzeit | |||||||
Vorlesung |
Seminar/Übung |
Praktikum |
Weiteres |
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| Selbststudienzeit in h |
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| Prüfung(en) | ||||
| Prüfungen: | mündliche Prüfungsleistung (PM) | 30 min | 50.0% | |
| Prüfungsleistung als Klausur (PK) | 120 min | 50.0% | ||
| Lehr- und Lernformen: | Die Vermittlung der Modulinhalte erfolgt in Form von Vorlesungen und Seminaren, teilweise in englischer Sprache. |
| Lehrinhalte: |
Der Modul vertieft die bisherigen Kenntnisse und erweitert diese auf den Bereich des Risikomanagements in den Vorlesungen und im Seminar mit folgenden Inhalten 1. Zum Begriff Risiko a) Naturwissenschaftliches Risikoverständnis b) Sozialwissenschaftliches Risikoverständnis c) Komplexität, Unsicherheit, Ambiguität d) Systemische Risiken e) Risikowahrnehmung und Vorsorgeprinzip f) Risikoabschätzung 2. Risikomanagement a) Unternehmen, Risiken, HSE Compliance und Corporate Governance b) Rechtliche Grundlagen des Risikomanagements (Umwelthaftungsgesetz, StörfallV; GefahrstoffV) c) Risikomanagementsysteme (z.B. ISO 13001) d) Risikomanagement und Einbeziehung von Anspruchsgruppen e) Risikokommunikation f) Risikomanagement in Projekten 3. Due Dilligence a) Environmental Due Dilligence
Der Teilmodul wiederholt und aktualisiert grundlegende Inhalte der Abfallwirtschaft und des Abfallaufkommens vor dem Hintergrund des novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der Deponieverordnung. Vertieft betrachtet werden: •Rechtlicher Rahmen der Behandlung und Deponierung von Reststoffen •Kommunale und betriebliche Abfallwirtschaft •Geologisch-hydrogeologische Anforderungen an Deponiestandort (Hydrogeologische Beweissicherung) •Deponieklassen •Deponietechnik •Mess- und Kontrollprogramm Schadstoffausbreitungsmonitoring Sonderfall Endlagerung radioaktiver Abfälle vor dem Hintergrund der Energiewende: •Europäischer und nationaler Rahmen •Politisch-gesellschaftlicher Diskurs •Klassifizierung radioaktiver Abfälle •Standorterkundung (Endlagersuchgesetz) •Wirtsgesteine •Zwischenlagerung •Langzeitsicherheit |
| Lernergebnisse/Kompetenzen: | |
| Fachkompetenzen: | Risikomanagement: Als Fachkompetenzen werden z. B. die Implementierung vorbeugender (pro-aktiver) unternehmerischer Methoden und Instrumente in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Anlagensicherheit vermittelt. Weiterhin das Erkennen frühzeitiger Entwicklungs- und Anwendungspotentiale systematischen Antizipation sowie Ableitung geeigneter strategischer Maßnahmen zur Reduzierung betrieblicher Risiken Aspekte Umwelttechnik: Das Untersetzen des theoretischen Wissens der kommunalen und betrieblichen Abfallwirtschaft sowie die Übertragbarkeit, Anwendbarkeit, ökonomisch-ökologische Bewertung und Risikoabschätzung betrieblicher Abfallentsorgungsstrategien. Als Lernziel ist weiterhin die Reduzierung betrieblicher Risiken durch Erfassung und Bewertung von Schadstoffausbreitungsszenarien verankert. Mitwirkung im und Mitgestaltung des politisch-gesellschaftlichen Diskurses zur Endlagerung wärmeentwicklender radioaktiver Abfallstoffe auf der Grundlage fundierter Kenntnisse sowie die Einschätzung und Bewertung der medialen Aufbereitung der Thematik, bilden wichtige Kompetenzen zur ingenieurtechnische Ausbildung. |
| Fachübergreifende Kompetenzen: | Eine große Bedeutung hat die Motivation der Studierenden zur aktiven Gestaltung von Lösungsansätzen. Es werden in den Seminaren die Analytischen Fähigkeiten gefördert und Verbindungen von Fachinhalten und deren Relevanz für betriebliche Prozesse werden hervorgehoben. Die Studierenden lernen die Wahrnehmung und Einordnung spezifischer betrieblicher Abläufe und Risiken. Eine große Bedeutung hat dabei die selbstständige geistige Orientierung, die selbstkritische Reflexion, das interdisziplinäres Denken und Handeln sowie soziale Kompetenzen. Die Fähigkeit zum Erkennen von umwelttechnischen Problemstellungen und das Verknüpfen komplexer Gesetzmäßigkeiten und Lösungsverfahren verwandter physikalischer Fachgebiete, hat für die ingenieurtechnische Ausbildung höchste Priorität. |
| Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme: | UUF-I, UUF-II, Modul Umweltverfahrenstechnik |
| Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme: | Kenntnisse der englischen Sprache |
| Literatur: | Badke-Schaub, P., Hofinger, G., & Lauche, K. (2008). Human Factors - Psychologie sicheren Handelns in Risikobranchen. Heidelberg: Springer Medizin Verlag . BANSE, G., & BECHMANN, G. (1998). Interdisziplinäre Risikoforschung. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag GmbH. BRÜHWILER, B., & ROMEIKA, F. (2010). Praxisleitfaden Risikomanagement - ISO 31000 und ONR 49000 sicher anwenden. Berlin: Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG. BUERGIN, R. (1999). Handeln unter Unsicherheit und Risiko. Eine Zusammenschau verschiedener Zugänge und disziplinärer Forschungslinien. Freiburg: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Forstökonomie. DIN. (2011). Risikomanagement Grundsätze und Leitlinien (ISO 31000:2009). Berlin: DIN Deutsches Institut für Normung. HAGEBÖLLING, V. (2009). Technisches Risikomanagement - Leitfaden für die betriebliche Praxis. Köln: TÜV MEdia GmbH, TÜV Rheinland Group. JEYNES, J. (2002). Risk Management - 10 Principles. Oxford: Butterworth-Heinemann. MISTELE, P. (2007). Faktoren des verlässlichen Handelns (Gabler Edition Wissenschaft, Dissertation Techn. Universität Chemnitz Ausg.). Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag | GWV Fachverlage GmbH. PAWLOSKY, P., & MISTELE, P. (2008). Hochleistungsmanagement - Leistungspotenziale in Organisationen. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage GmbH. PERROW, C. (1992). Normale Katastrophen: Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik (2. Auflage Ausg.). Frankfurt a.M.: Campus Verlag. PINNELLS, J. R., & PINNELLS, E. (2007). Risikomanagement in Projekten - Internationale Wagnisse identifizieren und minimieren. Wiesbaden : Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, GWV Fachverlage GmbH. REMUS, C. (2004). Risikomanagement - Ein Leitfaden für Sicherheitsfachkräfte. Gerabronn: WEKA Media GmbH & Co. KG. RENN, O., SCHWEIZER, P., Dreyer, M., & Klinke, A. (2007). Risiko: Über den gesellschaftlichen Umgang mit Unsicherheit (1. Auflage Ausg.). München: oekom verlag. SRU. (1999). Umwelt und Gesundheit - Risiken richtig einschätzen. Sondergutachten des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU) (Drucksache 14/2300 Ausg.). Berlin: Deutscher Bundestag. TALEB, N. N. (2008). The Black Swan - The Impact of the Highly Improbable (Re-Issue Ausg.). London: Penguin. WBGU. (1999). Welt im Wandel: Strategien zur Bewältigung globaler Umweltrisiken - Jahresgutachten 1998 - Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung - Globale Umweltveränderungen. Heidelberg, Berlin: Springer-Verlag. Weick, K. E., & Sutcliffe, K. M. (2007). Managing the Unexpected: Resilient Performance in an Age of Uncertainty (2nd Edition Ausg.). San Francisco: John Wiley & Sons. |